Familienunternehmer-Präsidentin kritisiert Kanzler Merz

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Die Präsidentin des Verbandes Die Familienunternehmer, Marie-Christine Ostermann, hat Bundeskanzler Friedrich Merz zur Handlungsfähigkeit aufgefordert. Angesichts stagnierenden Wachstums und steigender Lohnzusatzkosten fordert sie strukturelle Reformen.

Kanzler Merz muss mehr Führung zeigen

Marie-Christine Ostermann hat in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (noz) die Dringlichkeit eines Kurswechsels in der deutschen Wirtschaftspolitik betont. Die Präsidentin des Verbands Die Familienunternehmer sprach sich klar dafür aus, dass Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) aktiver die Geschicke der Wirtschaftspolitik lenken möge. „Ich erwarte von ihm, dass er mehr führt und dass er sich jetzt auch gegenüber seinem Koalitionspartner durchsetzt“, erklärte Ostermann.

Wirtschaftliche Herausforderungen meistern

Ostermann äußerte sich besorgt über die stagnierenden Wachstumszahlen und die sinkenden Investitionen in Deutschland. Ihrer Ansicht nach ist es entscheidend, die Lohnzusatzkosten, die aktuell auf fast 45 Prozent steigen, wieder auf ein Niveau von etwa 40 Prozent zu senken. Dazu seien grundlegende Reformen notwendig, wie beispielsweise die Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung oder die Abschaffung der Frühverrentung.

„Die Bundesregierung muss jetzt handeln und die Rahmenbedingungen für die Unternehmen verbessern. Das sind keine leichten politischen Entscheidungen, aber sie sind dringend notwendig“, so Ostermann weiter.

Forderung nach Entlastungen

Zusätzlich zur Senkung der Lohnzusatzkosten fordert die Unternehmerin Entlastungen bei den Energiekosten, den Sozialversicherungsbeiträgen und den Steuern. Besonders in der aktuellen wirtschaftlichen Lage sei es nicht akzeptabel, dass der Spitzensteuersatz bereits ab einem Einkommen von 100.000 Euro greife. Ostermann plädiert für eine Überarbeitung dieser Regelung zu Gunsten der Unternehmensentwicklung.

Ihr Appell an die Bundesregierung verdeutlicht, dass die unternehmerische Gemeinschaft dringend einen klaren Plan für die wirtschaftliche Zukunft benötigt. Die Zeit für Änderungen drängt, und sowohl die Politik als auch die Unternehmen sind gefordert, sich den Herausforderungen zu stellen.

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