Bauernverband: Steuererleichterung allein reicht nicht

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Der Deutsche Bauernverband begrüßt die temporäre Senkung der Energiesteuer auf Diesel und Benzin, sieht jedoch weiteren Handlungsbedarf. Präsident Joachim Rukwied fordert zusätzliche Maßnahmen zur Preissenkung von Düngemitteln, insbesondere für Stickstoffdünger.

Versteuerung von Energie in der Landwirtschaft

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, hat die Entscheidung der Koalition zur temporären Senkung der Energiesteuer auf Diesel und Benzin als positiv bewertet. Diese Maßnahme wird als wichtig für die Landwirtschaft angesehen, da sie die Betriebskosten der Landwirte entlastet. Rukwied betont jedoch, dass dies nicht ausreiche, um die wirtschaftlichen Herausforderungen der Branche vollständig zu bewältigen.

Forderungen zu Düngemitteln und Preissenkungen

„Die Situation auf dem Düngemittelmarkt erfordert dringende Aufmerksamkeit“, erklärte Rukwied. Besonders beim Stickstoffdünger sieht er akuten Handlungsbedarf. Der Bauernverband fordert eine zeitweise Aussetzung des CO₂-Grenzausgleichs (CBAM) für Düngemittel, um die Preislast für die Landwirte zu verringern. Weiterhin fordert er eine konsequente Preisbeobachtung, um Transparenz auf dem Markt zu schaffen und eventuelle Preismanipulationen zu verhindern.

Zusammenarbeit der politischen Akteure notwendig

Rukwied appelliert an die politischen Entscheidungsträger, die Belange der Landwirtschaft ernst zu nehmen. „Eine umfassende Strategie zur Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Bauern ist unabdingbar“, so der Verbandspräsident. Die jetzige politische Initiative sei ein Schritt in die richtige Richtung, doch allein durch die Steuererleichterungen könne die angespannte Lage auf dem Düngemittelmarkt nicht gelöst werden.

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