In einer aktuellen Untersuchung des NDR wurden Bio-Kinderkekse auf Acrylamid belastet. Die Ergebnisse zeigen, dass einige Produkte weit über den empfohlenen Grenzwerten liegen.
Acrylamid in Bio-Kinderkeksen festgestellt
Die Verbraucherredaktion des NDR hat Bio-Kinderkekse in einem akkreditierten Labor getestet und bedenkliche Acrylamidwerte festgestellt. Bei den Traffix-Keksen der Bohlsener Mühle wurde ein Gehalt von 210 µg/kg nachgewiesen, während die Karibix-Kekse sogar 270 µg/kg aufweisen. Besorgniserregend ist auch der Wert der Butterkekse von Bisson, der mit 440 µg/kg den höchsten Wert im Test erreicht.
Verborgenes Risiko: Süßungsmittel in Bio-Produkten
Die Bio-Branche preist häufig alternative Zuckerquellen wie Agave, Kokosblütenzucker und Honig an. Doch gerade diese natürlichen Süßungsmittel können in der Verarbeitung zu Acrylamid führen. Dr. Britta Schautz von der Verbraucherzentrale warnt, dass Einfachzucker wie Glucose und Fructose besonders anfällig für die Bildung von Acrylamid sind, wenn sie erhitzt werden.
Hersteller reagieren auf Vorwürfe
Die Hersteller der betroffenen Produkte nehmen die Vorwürfe ernst. Die Bohlsener Mühle betont, dass ihre Kekse primär für Kinder ab drei Jahren gedacht sind und nicht für Kleinkinder unter drei Jahren. Alnatura gibt an, kürzlich ihre Rezeptur optimiert zu haben, sodass kein Honig mehr enthalten ist. Auch Bisson kündigte an, die Kekse zu überprüfen und bei Bedarf sofortige Korrekturmaßnahmen zu ergreifen.
Mehr Informationen zum Thema und den Testergebnissen sind in der NDR-Sendung „Die Tricks mit Bio und Öko“ zu sehen, die am 13. April 2026 um 21:00 Uhr ausgestrahlt wird.

