Hilferuf: Johanniter fordern Unterstützung für Südsudan

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Die Johanniter warnen vor einer humanitären Katastrophe im Südsudan. Angesichts der Krise im Sudan und der anstehenden Regenzeit sind zehntausende geflüchtete Menschen in akuter Not.

Alarmierende Situation im Südsudan

Die humanitäre Lage im Südsudan verschärft sich zunehmend, seit über 865.000 Menschen aus dem benachbarten Sudan geflohen sind. Insbesondere an schwer zugänglichen Grenzpunkten sind zehntausende Flüchtlinge unzureichend versorgt. Die Johanniter betreiben in der Provinz Raja Ernährungszentren und leisten vor Ort direkte Hilfe, dort leben rund 18.000 Menschen in einem inoffiziellen Flüchtlingslager.

Regenzeit bringt zusätzliche Herausforderungen

Mit dem Beginn der Regenzeit wird die Situation zusätzlich kritisch. „Die Märkte sind leer und die Vorräte aufgebraucht. Bis zur Ernte im August wird der Hunger am größten sein“, kommentiert Birte Kötter, Kommunikationsreferentin der Johanniter. In dieser Zeit drohen auch wasserbedingte Krankheiten wie Malaria und Cholera. Um die Geflüchteten vor der bevorstehenden Krise zu schützen, haben die Johanniter bereits Zusatznahrung und Medikamente bereitgestellt. „Wir müssen jetzt handeln, bevor es zu spät ist“, fordert Kötter.

Versorgungsengpässe durch Mittelkürzungen

Die Situation wird durch Kürzungen in der humanitären Hilfe, insbesondere von westlichen Staaten, weiter verschärft. Cephas Munjeri, Regionaldirektor der Johanniter für Afrika, warnt: „Der Mangel an Medikamenten und Nahrung führt dazu, dass viele medizinische Einrichtungen schließen müssen.“ Aktuell sind etwa sieben Millionen Menschen im Südsudan von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen, mehr als zwei Millionen Kinder sind unterernährt. Die Johanniter fordern mehr finanzielle Unterstützung für die betroffenen Bereiche und begrüßen die Initiative der Bundesregierung zur Sudan-Konferenz. Es ist entscheidend, auch Nachbarländer wie den Südsudan in den Blick zu nehmen, um umfassende Hilfe zu leisten.

Engagement der Johanniter im Südsudan

Seit 2012 engagieren sich die Johanniter im Südsudan und setzen ihren Fokus auf Gesundheit und Ernährungssicherung. Mit Büros in Juba, Torit und Wau können sie auch in schwer erreichbaren Regionen tätig sein. Die anhaltende Krise erfordert jedoch eine verstärkte Unterstützung. Die Johanniter appellieren an die Öffentlichkeit, Spenden zu tätigen, um den bedürftigen Menschen im Südsudan zu helfen. Spenden können unter dem Stichwort „Südsudan“ an die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. erfolgen.

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