Kleine Betriebe verlieren Potenzial ausländischer Arbeitskräfte

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Susi Möbbeck, Integrationsbeauftragte von Sachsen-Anhalt, appelliert an kleine und mittelständische Unternehmen, ausländische Arbeitnehmer besser zu integrieren. Trotz vorhandener Chancen nutzen viele Betriebe dieses Potenzial nicht ausreichend.

Appell an kleine und mittelständische Unternehmen

Im Rahmen eines Statements zur aktuellen Arbeitsmarktsituation forderte die Integrationsbeauftragte von Sachsen-Anhalt, Susi Möbbeck, kleine und mittelgroße Unternehmen auf, mehr für die Integration ausländischer Arbeitskräfte zu tun. „Wir stoßen da noch an Grenzen“, gab sie in einem Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung zu bedenken. Während große Unternehmen bereits Maßnahmen zur Integration ergreifen, bleibt das Engagement kleinerer Betriebe häufig aus. Möbbeck kritisierte, dass viele Handwerksbetriebe nicht einmal den Versuch wagen, das Potenzial, das ausländische Arbeitnehmer bieten, zu nutzen. Stattdessen stellen sie sich auf einen Schrumpfungsprozess ein.

Chancen auf dem Arbeitsmarkt erkennen

Die Staatssekretärin betont, dass der Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt zahlreiche Stellenangebote bereithält. Viele Unternehmen suchen dringend Arbeitskräfte. Dennoch bestehen oft Vorbehalte gegenüber Migranten. „Teilweise gibt es die Sorge, dass die Belegschaft das nicht mitträgt“, so Möbbeck. Studien zeigen jedoch, dass persönliche Kontakte zu Migranten meist positiv wahrgenommen werden. Diese Einsicht könnte angesichts der prekären wirtschaftlichen Lage dazu beitragen, mehr Unternehmen von den Vorteilen einer weltoffenen Personalpolitik zu überzeugen.

Sprache als Schlüssel zur Integration

Der Präsident der Handwerkskammer Halle, Thomas Keindorf, wies in einem Gespräch mit der Mitteldeutschen Zeitung darauf hin, dass die Integration in der Praxis oftmals komplexer sei, als es scheine. Größere Unternehmen hätten oft die Ressourcen, um die Integration aktiv zu begleiten. Ein entscheidender Faktor dafür ist die Beherrschung der deutschen Sprache, die in vielen Berufsfeldern eine Grundvoraussetzung darstellt. Dies gilt nicht nur für den Kontakt mit Kunden, sondern auch für die Schulung und den Arbeitsschutz. Umso wichtiger ist es, dass gerade kleinere Betriebe Lernangebote schaffen, um diese Hürde zu überwinden.

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