Die ARD-Anstalten und der BFFS haben sich auf neue Vergütungsregeln für Schauspieler*innen geeinigt. Diese Vereinbarung erweitert die bisherigen Regelungen und sorgt für mehr Fairness in der Branche.
Erweiterte Vergütungsstruktur für Schauspieler
Die ARD-Degeto Film und der Bundesverband Schauspiel (BFFS) haben eine neue Vereinbarung für die Vergütung von Schauspieler*innen und Synchronschauspieler*innen getroffen. Die neuen Gemeinsamen Vergütungsregeln (GVR) bauen auf der bestehenden Regelung von 2022 auf und schließen bedeutende Lücken. Besonderes Augenmerk liegt auf Folgevergütungen für die Nutzung in Mediatheken sowie bei kommerziellen Auswertungen, die jetzt umfassend geregelt sind.
Inklusion serielle fiktionale Produktionen
Ein zentrales Element der neuen Regelung ist die Ausweitung des Anwendungsbereichs auf serielle fiktionale Produktionen. Demnach erhalten Schauspieler*innen und Synchronschauspieler*innen in Haupt- und Nebenrollen künftig auch für die erfolgreiche Auswertung von 60-minütigen Märchenfilmen sowie Vorabend- und Hauptabendserien, einschließlich Kinder- und Jugendserien, Folgevergütungen. Diese Ergänzung erhöht die Vergütungssicherheit für viele Akteure im kreativen Sektor.
Interimslösung für Mediathekennutzung
Um eine nahtlose Fortführung der Vergütungen zu gewährleisten, haben sich die Partner auf eine Interimslösung für die Mediathekennutzung geeinigt, die bis Ende des Jahres in Kraft bleibt. Diese Lösung regelt die Vergütung nach dem für die Gewerke Drehbuch und Regie bereits etablierten System. Zudem wurde auch die Beteiligung an den kommerziellen Auswertungen der GVR-Produktionen in Übereinstimmung mit bestehenden Praktiken geregelt, was die Planungssicherheit für alle Beteiligten weiter erhöht.
Insgesamt stärkt die neue GVR Schauspiel die Rechts- und Planungssicherheit für alle Akteure und sendet ein wichtiges Signal für faire und transparente Vergütungsstrukturen in der fiktiven Branche.
