Der Regionalmusikverband Emsland/Grafschaft Bentheim und Vitus haben eine Kooperation gestartet, um inklusive Musikprojekte zu fördern. Ziel ist es, Menschen mit Behinderung aktiv in lokale Musikkapellen einzubeziehen.
Kooperation für inklusive Musikprojekte
Unter dem Titel „Klangfarben Inklusion“ wurde eine neue Initiative ins Leben gerufen, die Menschen mit Behinderung eine aktiver Rolle im Vereinsleben der Musikkapellen in der Region ermöglichen möchte. Der Regionalmusikverband Emsland/Grafschaft Bentheim, der aktuell 78 Musikkapellen umfasst, arbeitet dabei eng mit Vitus zusammen, um Barrieren abzubauen und Berührungsängste zu verringern.
Workshop und Kooperationsvereinbarung
Bereits im Februar hatte das E.V.E.-Team von Vitus einen Workshop zum Thema „Inklusionscheck“ abgehalten, der den Vereinen Hilfestellungen anbot. Nun folgte der nächste Schritt mit der offiziellen Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung durch Vitus-Geschäftsführer Michael Korden und die 1. Vorsitzende des Regionalmusikverbandes, Petra Midden. Unterstützt wird die Initiative von Daniel Wittstruck, der das Projekt ehrenamtlich begleitet, und Heike Baalmann vom E.V.E.-Team. Gemeinsam setzen sich alle Beteiligten dafür ein, Ideen zu entwickeln und in die Vereine zu tragen.
Erfolgreiche Beispiele aus der Region
Ein erfolgreiches Vorzeigemodell in Niedersachsen ist der Musikverein Langen-Gersten, der im vergangenen Jahr den 2. Platz des Niedersächsischen Inklusionspreises erhielt. Dort musizieren Kinder mit und ohne Behinderung im Vororchester gemeinsam, unabhängig von ihren individuellen Bedürfnissen. Die musikalische Ausbildung erfolgt ebenfalls inklusiv. „Musik verbindet Menschen – genau darin liegt die große Chance dieses Projekts. Wir freuen uns, Teil dieser Entwicklung zu sein“, unterstreicht Michael Korden das Engagement von Vitus.
