Der neu entwickelte Medikationsbrief erleichtert die Kommunikation zwischen Apothekern und Ärzten. Durch den standardisierten Austausch arzneimittelbezogene Probleme sollen Therapieanpassungen verbessert werden.
Standardisierte Vorlage für bessere Kommunikation
Der neu eingeführte Medikationsbrief hat das Ziel, die interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen Apothekerinnen und Apothekern und Ärztinnen und Ärzten zu verbessern. Dabei werden arzneimittelbezogene Probleme (ABP) in einem einheitlichen und digitalen Format über das sichere KIM-System in der Telematik-Infrastruktur (TI) übermittelt. Die standardisierte Form zielt darauf ab, insbesondere in der pharmazeutischen Dienstleistung ‚Erweiterte Medikationsberatung bei Polymedikation‘ effektiver zu kommunizieren.
Erfahrungen aus dem Projekt ARMIN
Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer, erläutert die Bedeutung des Medikationsbriefs: „Bislang gab es für die interprofessionelle Kommunikation keine standardisierte Vorlage. Diese Lücke haben wir jetzt geschlossen.“ Der neue Brief vereinfacht nicht nur den Austausch, sondern ist auch mit einem hohen Wiedererkennungswert versehen. Die geplante Integration in gängige Apothekensoftware-Systeme und die Nutzung in der elektronischen Patientenakte (ePA) sind weitere Schritte zur Optimierung des Medikationsmanagements.
Ergänzende Informationen und Lösungsvorschläge
Ein zentrales Anliegen der teilnehmenden Ärzte war, dass der Medikationsbrief nicht nur ABP dokumentiert, sondern auch apothekerliche Lösungsvorschläge umfasst, um therapeutische Entscheidungen besser unterstützen zu können. Probleme, die bereits in der Apotheke gelöst wurden, beispielsweise Unsicherheiten der Patienten beim Umgang mit komplexen Medikation, sollen hingegen nicht kommuniziert werden. Die persönliche Kommunikation bleibt durch Gespräche in den Arztpraxen und Apotheken weiterhin wichtig.
Mit der Einführung des Medikationsbriefs wird ein weiterer Schritt in Richtung effektiverer interprofessioneller Kommunikation und Patientenversorgung gemacht. Weitere Informationen zum Medikationsbrief und seinen Hintergründen sind auf der Website der ABDA verfügbar.
