Orthesen im Sport: Vertrauen für Körper und Kopf

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Im Leistungssport ist die Rückkehr nach Verletzungen eine Herausforderung, die weit über die körperliche Rehabilitation hinausgeht. Sportpsychologe Dr. Tom Kossak hebt die Bedeutung der mentalen Stabilität hervor und wie Orthesen diesen Prozess unterstützen können.

Die mentale Hürde nach Verletzungen

Verletzungen sind für Spitzensportler oft unvermeidbar. Der Weg zurück in den Wettkampf ist jedoch geprägt von psychologischen Herausforderungen. Dr. Tom Kossak, Sportpsychologe am Olympiastützpunkt Bayern, betont, dass Vertrauen in den eigenen Körper eine der größten Hürden darstellt. Besonders nach schweren Verletzungen, wie einem Kreuzbandriss, müssen Sportler:innen nicht nur körperliche, sondern auch emotionale Barrieren überwinden.

Orthesen als psychologische Unterstützung

Orthesen spielen eine entscheidende Rolle im Rehabilitationsprozess. Dr. Kossak erklärt, dass sie in der frühen Phase der Verletzungserholung als „äußeres Sicherheitsnetz“ fungieren. Sie erzeugen Stabilität und geben Athleten das Gefühl, dass ihre verletzten Strukturen geschützt sind. Dies ermöglicht es ihnen, sich stärker auf ihre Bewegungen und das Training zu konzentrieren, anstatt von Ängsten vor Fehlbelastungen abgelenkt zu werden.

Emotionale Verarbeitung und das Vertrauen zurückgewinnen

In der Arbeit mit Athleten legt Dr. Kossak großen Wert auf die emotionale Verarbeitung von Rückschlägen. Ein gesundes Selbstbild zu entwickeln und Metaphern zu nutzen, kann entscheidend für die mentale Gesundheit der Sportler:innen sein. Zudem müssen Athleten lernen, ihre Emotionen zuzulassen und die Realität ihrer Situation anzunehmen, bevor sie mit der Rehabilitation beginnen. Struktur und klare Ziele helfen dabei, den Rehabilitationsprozess sinnvoll zu gestalten.

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