ALfA kritisiert Antrag zu Schwangerschaftsabbrüchen

Anzeige
Digitale Realität

Die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) hat den Antrag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Sicherung der Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen als unzureichend kritisiert. Bundesvorsitzende Cornelia Kaminski betont die Notwendigkeit einer umfassenderen Unterstützung für Frauen.

Einseitige Sichtweise der Grünen

In einer aktuellen Stellungnahme hat die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Cornelia Kaminski, den Antrag der Grünen im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags scharf kritisiert. Sie bezeichnete den Antrag zur „Sicherung der Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen“ als einseitig und verfassungsrechtlich problematisch. Laut Kaminski ignoriere der Antrag die tatsächlichen Bedürfnisse schwangeren Frauen und stütze sich auf eine fehlerhafte Datengrundlage.

Keine ausreichende Begründung für politischen Handlungsbedarf

Die Darstellung einer „Versorgungsmisere“ sei unglaubwürdig, so Kaminski weiter. Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche sei seit Jahren konstant über 100.000 und der Zugang zu Abtreibungseinrichtungen für über 80 % der betroffenen Frauen sei unproblematisch. „Die Diagnose einer strukturellen Unterversorgung ist vorgeschoben und dient lediglich dazu, einen politisch gewünschten Ausbau der Abtreibungsstrukturen zu legitimieren“, erklärt die ALfA-Vorsitzende.

Forderung nach alternativen Hilfen

Kaminski fordert stattdessen einen Ausbau von Lebensberatung und sozialen Hilfen für Schwangere. „In Krisensituationen benötigen Frauen nicht nur einen schnellen Zugang zu Abtreibungen, sondern auch Alternativen und Unterstützung“, so Kaminski. Besondere Bedenken äußert die ALfA bezüglich der angestrebten telemedizinischen Angebote, die eine Zunahme von medikamentösen Abbrüchen im häuslichen Umfeld zur Folge haben könnten. Sie verweisen auf das erhöhte Risiko und die psychischen Belastungen, die aus solchen Selbstabtreibungen resultieren können.

Die ALfA lehnt zudem einen Zwang zur Mitwirkung konfessioneller Einrichtungen an Abtreibungen ab, welcher die Religions- und Gewissensfreiheit erheblich gefährden würde. Stattdessen plädiert die ALfA für eine umfangreiche Beratung und umfassende Informationen über die Risiken und Nebenwirkungen von Abtreibungsmethoden sowie für soziale Hilfen für Schwangere.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel