Das Human Rights Film Festival Berlin hat die Gewinnerfilme des 8. Festivals bekannt gegeben. Ausgezeichnet wurden Dokumentarfilme, die eindrucksvolle Geschichten von Frauen erzählen, die trotz widriger Umstände für Bildung, Freiheit und eine bessere Zukunft kämpfen.
Mothers of Chibok: Ein bewegender Dokumentarfilm
Der mit dem Willy Brandt Dokumentarfilmpreis ausgezeichnete Film Mothers of Chibok von Joel Kachi Benson erzählt die Geschichte von vier Müttern, deren Töchter 2014 im Nordosten Nigerias von der Terrorgruppe Boko Haram entführt wurden. Dieser Film beleuchtet ihren unermüdlichen Einsatz, um das Andenken an ihre verschwundenen Kinder lebendig zu halten und sich für Bildungsgerechtigkeit einzusetzen. Die Jury lobte die intime Erzählweise und die Fähigkeit des Films, den Widerstand der Frauen sichtbar zu machen und zum Handeln zu inspirieren.
Preise für junge Stimmen und Publikumsliebling
Den Preis der Jugendjury erhielt der armenische Film There Was, There Was Not von Emily Mkrtichian, der die Lebensrealität von vier Frauen nach der Vertreibung aus der nicht anerkannten Republik Arzach eindrucksvoll darstellt. Der Publikumspreis ging an Runa Simi von Augusto Zegarra, der in Peru die Geschichte eines Vaters erzählt, der seine indigenen Wurzeln durch das Vertonen internationaler Filme in Quechua bewahren möchte.
Kino und Online-Streaming
Vom 19. bis 30. April können ausgewählte Filme des Festivals auch online gestreamt werden. Das Festival, organisiert von Aktion gegen den Hunger in Partnerschaft mit Greenpeace, hat in diesem Jahr insgesamt 24 Dokumentarfilme präsentiert. Diese decken Themen von Klimagerechtigkeit, Konflikten, Frieden über wirtschaftliche Gerechtigkeit bis hin zu Geschlechtergerechtigkeit ab. Die letzte Gelegenheit, Filme im Kino zu sehen, ist am 18. April, nach dem die digitalen Vorführungen starten.

