Reservistenverband fordert Pflichtübungen für Reservisten

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Bastian Ernst, neuer Präsident des Reservistenverbandes, drängt auf Gesetzesänderungen zur Freistellung von Reservisten für Pflichtübungen. Im Gespräch mit der ‚Neuen Osnabrücker Zeitung‘ äußert er klare Forderungen und plant eine Jugendorganisation.

Forderung nach Pflichtwehrübungen

Der neue Präsident des Reservistenverbandes, Bastian Ernst, stellt sich für eine wichtige Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen ein. In einem Interview mit der ‚Neuen Osnabrücker Zeitung‘ erklärte der CDU-Politiker, dass Arbeitgeber nicht mehr die Zustimmung für die Freistellung von Reservisten für Bundeswehr-Übungen blockieren sollten. „Ich bin für Pflichtwehrübungen, die durch die Arbeitgeber nicht verhindert werden können“, so Ernst. Dies würde es Reservisten ermöglichen, jährlich zwischen vier und sechs Wochen für die Übungen zur Verfügung zu stehen.

Umsetzung sinnvoll für Unternehmen und Sicherheit

Ernst sieht in der Aufhebung der Zustimmungspflicht einen entscheidenden Schritt zur Stärkung der nationalen Sicherheit. „Mit fast einer Million potenzieller Reservisten in Deutschland ließe sich erheblich mehr erreichen,“ hebt er hervor. Diese Änderung könnte nicht nur den Reservisten selbst, sondern auch den Unternehmen langfristig zugutekommen, da sie einen aktiven Beitrag zu einem verteidigungsfähigen Deutschland leisten. Unterdessen unterstützt der Reservistenverband die Initiative von Thomas Röwekamp, dem Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses, der eine Lockerung des „doppelten Freiwilligkeitsprinzips“ angeregt hat.

Aufbau einer Jugendorganisation

Neben der Forderung nach Pflichtwehrübungen beabsichtigt Ernst auch die Gründung einer Jugendorganisation innerhalb des Reservistenverbandes. Er erkennt die Notwendigkeit, gezielt jüngere Menschen anzusprechen, um den durchschnittlichen Altersdurchschnitt innerhalb des Verbandes zu senken. „Wir müssen aktiv die Jugend ansprechen, so wie es Parteien tun,“ erklärt Ernst. Die Aussetzung der Wehrpflicht hat die Nachwuchsgewinnung erschwert, was zur Dringlichkeit dieser Initiative beiträgt. Ernst ist der Überzeugung, dass die neuen Strukturen nicht nur die Mitgliederzahl erhöhen, sondern auch die Belange der Jugend besser vertreten können.

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