Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne und EU-Kommissar Stéphane Séjourné haben die Salzgitter AG besucht, um sich über die Zukunft der europäischen Stahlindustrie auszutauschen. Dabei stand das Transformationsprojekt SALCOS im Fokus, das die CO₂-Emissionen der Stahlproduktion drastisch reduzieren soll.
Wichtiger Besuch der politischen Vertreter
Im Rahmen eines Termins in Salzgitter besuchten Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne und der Exekutiv-Vizepräsident der Europäischen Kommission, Stéphane Séjourné, die Salzgitter AG. Im Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden Gunnar Groebler wurde die Rolle der Stahlindustrie in der europäischen Wirtschaft sowie die Transformation hin zu einer klimaneutralen Produktion thematisiert.
Das SALCOS-Projekt im Detail
Das SALCOS-Projekt (Salzgitter Low CO₂ Steelmaking) zielt darauf ab, die CO₂-Emissionen der Salzgitter AG um mehr als 95 Prozent zu reduzieren. Dies wird durch den schrittweisen Ersatz der klassischen Hochofenprozesse durch Direktreduktionsanlagen und Elektrolichtbogenöfen erreicht, die mit grünem Wasserstoff betrieben werden. Für dieses zukunftsweisende Vorhaben wurde eine Gesamtförderung von 1,32 Milliarden Euro zugesagt, wovon 900 Millionen Euro vom Bund und etwa 400 Millionen Euro vom Land Niedersachsen stammen.
Politische Unterstützung und europäische Initiativen
Minister Tonne äußerte, dass die Transformation der Stahlindustrie eine der größten Herausforderungen für Niedersachsen und Europa darstellt. Er betonte die klare Unterstützung der Landesregierung für die Stahlbranche, nicht nur durch finanzielle Mittel, sondern auch durch die Schaffung von politischen Rahmenbedingungen. Gunnar Groebler ergänzte, dass der Besuch ein starkes Zeichen der europäischen Solidarität sei und SALCOS als Leuchtturmprojekt für die klimaneutrale Stahlproduktion fungiert.
Bei dem Treffen wurden auch verschiedene Initiativen der Europäischen Kommission diskutiert, darunter der European Steel and Metals Action Plan und Maßnahmen zum Schutz vor Billigimporten. Diese Initiativen sollen die Wettbewerbsbedingungen für die europäische Stahlindustrie verbessern und emissionsarmen Stahl fördern.

