Die Zitterpappel wurde als Baum des Jahres 2026 im Deutschen Bundestag übergeben. Dies geschah im Rahmen einer Tradition, bei der der Bund deutscher Baumschulen (BdB) den Agrarausschuss einlädt.
Tradition im Deutschen Bundestag
Im Rahmen einer gelebten Tradition übergab der Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. den Baum des Jahres 2026, die Zitterpappel (Populus tremula), an den Agrarausschuss des Deutschen Bundestages. Bei der Übergabe im Berliner Parlament waren der BdB-Präsident Hajo Hinrichs und Hauptgeschäftsführer Markus Guhl anwesend, sowie Vertreter:innen der Dr. Silvius Wodarz-/Baum des Jahres Stiftung. Der Ausschussvorsitzende Hermann Färber hatte zu diesem feierlichen Anlass erneut eingeladen.
Ökologische Bedeutung der Zitterpappel
Die Zitterpappel gilt als Pionierbaumart und ist in Europa weit verbreitet. Ihre flotierenden Blätter bewegen sich bereits bei leichtem Wind. Dieser Baum spielt eine wichtige Rolle im Ökosystem, da er zahlreichen Insekten- und Tierarten Lebensraum bietet und sich schnell an verschiedene Standortbedingungen anpassen kann. Die Zitterpappel steht symbolisch für die ökologischen Werte, die die Baumschulen zu bewahren suchen.
Aktuelle Herausforderungen der Baumschulbranche
Im Vorfeld der Übergabe fand ein Austausch über die Herausforderungen der Baumschulbranche statt. Ein zentrales Thema war die Novelle des Gesetzes gegen unlauteren Wettbewerb (UWG). Künftig sollen Umwelteigenschaften von Pflanzen, wie ihre Bienenfreundlichkeit, nachweispflichtig sein. Dies wird jedoch von BdB-Präsident Hajo Hinrichs kritisch betrachtet: „Die geplante Einbeziehung von Pflanzen in das UWG ist nicht zielführend und könnte den Zugang zu wichtigen Informationen einschränken“.
Ein weiteres Thema war die Bekämpfung von Quarantäneschaderregern wie dem Japankäfer, dessen Verbringungsverbote existenzbedrohend für Baumschulen sein können. Der BdB fordert einen Entschädigungsfonds oder eine Anpassung des Pflanzenschutzgesetzes, um eine bessere Absicherung zu gewährleisten.
Die Nachhaltigkeit wird auch in Bezug auf die Containerproduktion angeführt, die als wassereffiziente Methode gilt, aber bislang von EU-Förderungen ausgeschlossen ist. Der BdB setzt sich dafür ein, dass diese Fläche anerkannt wird. Zudem wurde die wachsende Bürokratie bei der Dokumentation von Pflanzenschutzmitteln als Problem hervorgehoben, wobei praktikable Lösungen gefordert werden.

