DGS unterstützt Petition zur Abschaffung der Mehrwertsteuer

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Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) setzt sich für die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel ein. In einer aktuellen Petition fordert die DGS eine deutliche Entlastung für Patienten und das Gesundheitssystem.

Petition zur Entlastung der Patienten

Die DGS unterstützt die Petition der Deutschen Schmerzliga (DSL), die eine vollständige Befreiung von Arzneimitteln von der Mehrwertsteuer anstrebt. Jährlich entzieht die 19-prozentige Mehrwertsteuer der gesetzlichen Krankenversicherung zwischen 8 und 9 Milliarden Euro, zusätzlich fehlen 1,5 bis 2 Milliarden Euro bei nicht-verschreibungspflichtigen Medikamenten. Diese Summen sind entscheidend für eine effektive medizinische Versorgung und Therapie.

Besondere Belastungen für Schmerzpatienten

Viele Menschen mit chronischen Schmerzen sind dauerhaft auf Medikamente angewiesen, wodurch die steigenden Kosten für diese Arzneien ihre finanzielle Situation erheblich belasten. Zuzahlungen und der Druck auf die Krankenkassen führen dazu, dass die notwendige Versorgung gefährdet wird. Dr. Michael Überall, Präsident der DSL und Vizepräsident der DGS, kritisiert: „Es ist widersprüchlich, dass der Staat Einsparungen im Gesundheitswesen fordert und gleichzeitig Milliardenbeträge durch die Mehrwertsteuer aus der Arzneimittelversorgung abschöpft.“

Internationale Beispiele

In vielen EU-Staaten wie Malta, Schweden und Irland sind die Mehrwertsteuersätze auf Arzneimittel bereits deutlich reduziert oder sogar auf null gesenkt. Deutschland gehört hingegen zu den wenigen Ländern, die den vollen Mehrwertsteuersatz auf Medikamente erheben. Die DGS hofft, dass die Petition nicht nur die Stimme der Schmerzpatienten stärkt, sondern auch politische Entscheidungsträger dazu bewegt, die Steuerpolitik zu überdenken.

Die Petition kann online unter [diesem Link](https://www.openpetition.de/petition/online/abschaffung-der-mehrwertsteuer-auf-arzneimittel) unterstützt werden.

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