Das EU-Parlament hat entscheidende Impulse für die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) gesetzt. Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, hebt die Notwendigkeit eines inflationsbereinigten Agrarbudgets hervor.
EU-Parlament fordert höhere Agrarfonds
Das EU-Parlament hat sich für eine deutliche Erhöhung des Budgets für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ausgesprochen. Joachim Rukwied begrüßt die Entscheidung und betont, dass das Parlament die bisherigen Vorschläge der Europäischen Kommission übertreffen müsse. Ein inflationsbereinigtes Budget von mindestens 500 Milliarden Euro sei notwendig, um die GAP sowie die ländliche Entwicklung nachhaltig zu stärken.
Sichere finanzielle Rahmenbedingungen gefordert
Rukwied kritisiert die von der Kommission vorgeschlagenen ungebundenen Mittel im NRP-Fonds scharf. “Die Landwirtschaft braucht Verlässlichkeit und klare finanzielle Leitplanken auf EU-Ebene”, erklärt der Präsident. Alle Budgets müssten klare Zuordnungen aufweisen und abgesichert sein, um eine stabile Entwicklung zu gewährleisten.
Dringlichkeit der politischen Verantwortung
Rukwied unterstreicht die Dringlichkeit einer klaren Ablehnung von Kappung und Degression in den laufenden Verhandlungen. „Die historische Verantwortung liegt nun bei der Bundesregierung und den EU-Institutionen. Es ist an der Zeit, einen tragfähigen Finanzrahmen zu etablieren und eine starke sowie inklusive GAP aufzustellen“, so Rukwied abschließend.

