Das erste Migrationsmuseum Deutschlands in Köln steht vor finanziellen Schwierigkeiten. Grüne Politiker bitten den Bund und NRW um Hilfe bei den zusätzlichen Kosten.
Finanzielle Unterstützung für das Migrationsmuseum
Köln – Der Kulturausschussvorsitzende im Bundestag, Sven Lehmann, hat eindringlich an die Bundesregierung und die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen appelliert, finanzielle Unterstützung für Deutschlands erstes Migrationsmuseum in Köln zu leisten. Der private Trägerverein DOMiD (Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland) sieht die Realisierung des Projekts mit dem Namen Selma aufgrund zusätzlicher Kosten von 33 Millionen Euro in Gefahr.
Kritik an Förderpolitik
In einem Brief an Kulturstaatssekretär Wolfram Weimer und Nordrhein-Westfalens Kulturministerin Ina Brandes fordert Lehmann eine klare Positionierung und Unterstützung. „Ich möchte Sie dringend bitten, sich wie geplant für eine Realisierung von Selma am Standort Köln-Kalk einzusetzen, ggf. mit einem alternativen Konzept“, so Lehmann. Die Weigerung der Förderer, die zusätzlichen Mittel bereitzustellen, wird vom DOMiD-Verein auf die aktuelle politische Mehrheitslage in Deutschland zurückgeführt.
Entwicklung des Migrationsmuseums
Das Migrationsmuseum in Köln soll ein bedeutendes Zentrum für die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Migration in Deutschland werden. Es zielt darauf ab, die vielfältigen Lebensgeschichten von Migranten und ihre Rolle in der deutschen Gesellschaft sichtbar zu machen. Ein Scheitern des Projekts würde nicht nur eine kulturelle Lücke reißen, sondern auch das Engagement für Vielfalt und Integration in Deutschland untergraben.
