Laut dem Statistischen Bundesamt wurden im Jahr 2025 rund 106.000 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen leichten Rückgang von 0,7 Prozent. Die Zahlen zeigen einen signifikanten Wandel im Altersprofil der betroffenen Frauen.
Aktuelle Zahlen zu Schwangerschaftsabbrüchen
Im Jahr 2025 ist die Zahl der registrierten Schwangerschaftsabbrüche auf 106.000 gesunken, was einem Rückgang von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Zahl liegt jedoch immer noch über dem Niveau der Jahre 2014 bis 2020, in denen die registrierten Fälle zwischen 99.000 und 101.000 schwankten. Abgesehen von den Gesamtzahlen geben die Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) keinen Aufschluss über die Gründe für diesen Rückgang oder die besonderen Umstände der betroffenen Frauen.
Häufigste Abbruchmethode: Mifegyne
Eine wichtige Veränderung in den letzten Jahren ist die Entscheidung für die Abbruchmethode. Mifegyne hat sich zur häufigsten Methode für Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland entwickelt. Diese Entwicklung könnte auf eine zunehmende Akzeptanz pharmakologischer Abbruchmethoden hinweisen.
Veränderungen im Altersprofil der Frauen
Ein Vergleich der Daten im Zehnjahreszeitraum zeigt, dass deutlich weniger Schwangerschaftsabbrüche in jüngeren Altersgruppen stattfinden. Im Gegensatz dazu steigt die Zahl der Abbrüche bei Frauen ab 30 Jahren. Diese Trends könnten auf veränderte Lebensrealitäten und gesellschaftliche Rahmenbedingungen hinweisen, die das Entscheiden für einen Schwangerschaftsabbruch beeinflussen.
