Agrarbarometer erreicht 10-Jahrestief – Alarm für Betriebe

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Das Agrarbarometer zeigt einen drastischen Einbruch der wirtschaftlichen Lage in der Landwirtschaft. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, warnt vor den Folgen für viele Betriebe und fordert rasche politische Maßnahmen.

Warnsignal für die Landwirtschaft

Die neuesten Zahlen des Rentenbank-Agrarbarometers offenbaren eine alarmierende Entwicklung in der Landwirtschaft. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Index auf das tiefste Niveau seit einem Jahrzehnt gefallen. Laut Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), ist dies ein deutliches Warnsignal, dass viele Betriebe unter zunehmendem Liquiditätsdruck leiden. Die Kombination aus sinkenden Preisen und steigenden Produktionskosten zwingt viele Landwirte in eine prekären Situation.

Politische Maßnahmen dringend erforderlich

Rukwied appelliert an die Politik, unverzüglich Maßnahmen zur Stabilisierung der Betriebe zu ergreifen. „Wir benötigen schnelle, gezielte und unbürokratische Entlastungen“, erklärt der Bauernpräsident und weist auf die Notwendigkeit von grundlegenden Reformen und einer neuen Haushaltspolitik hin. Dabei müssen sowohl nationale als auch europäische Entscheidungen getroffen werden, um die Landwirtschaft nachhaltig zu stärken.

Risikomanagement durch steuerliche Rücklagen

Ein zentraler Punkt in Rukwieds Forderungen ist die Einführung einer steuerlichen Risikoausgleichsrücklage. Dieses Instrument würde es landwirtschaftlichen Betrieben ermöglichen, in guten Jahren Rücklagen zu bilden, die in Krisenzeiten genutzt werden können. „Die Zeit ist reif für ein solches System“, betont Rukwied. Er ist überzeugt, dass es nicht nur die Resilienz der Betriebe stärkt, sondern auch die Planungssicherheit für Landwirte erheblich erhöht. Rukwied fordert die Politik auf, jetzt zu handeln und den Landwirten die Unterstützung zukommen zu lassen, die sie dringend benötigen.

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