Ein breites Verbändebündnis aus verschiedenen Wirtschaftssektoren fordert die Bundesregierung auf, im Bundeshaushalt 2027 Mittel für Wasserstoff-CfDs bereitzustellen. Die Effizienz des Wasserstoffmarktes steht auf dem Spiel, da die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen noch unzureichend sind.
Wasserstoffziele und aktuelle Herausforderungen
Deutschland und Europa haben sich ehrgeizige Ziele für den Wasserstoffhochlauf gesetzt. Doch derzeit stockt der Fortschritt: Erneuerbarer und kohlenstoffarmer Wasserstoff können noch nicht mit fossilen Brennstoffen konkurrieren. Daher ist es entscheidend, die regulatorischen Hürden zu senken, um die Marktentwicklung voranzutreiben. Um die vorhandene Lücke zwischen Zahlungsbereitschaft der Abnehmer und den hohen Wasserstoffbereitstellungskosten zu schließen, sind politische Rahmenbedingungen notwendig.
Vorschlag für ein CfD-Mechanismus
Die unterzeichnenden Verbände, darunter BDEW, BdWR und VIK, schlagen vor, temporäre Contracts for Difference (CfDs) einzuführen, die mit effizienten Garantieinstrumenten kombiniert werden. Dies soll einen Wettbewerb um Förderverträge ermöglichen, in dem Unternehmen Gebote abgeben. Ein solches Verfahren würde nicht nur finanzielle Planbarkeit schaffen, sondern auch bedeutende Anreize setzen, um die Wasserstoffwirtschaft nachhaltig auszubauen.
Notwendigkeit von Garantieinstrumenten
Der Einsatz staatlicher Bürgschaften und Versicherungen wird als essenziell angesehen, um Transportinfrastrukturen und erste Marktteilnehmer abzusichern. Diese Maßnahmen könnten helfen, die Investitionsbereitschaft zu erhöhen und so den Hochlauf des Wasserstoffmarktes effizienter zu gestalten. Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW, betont, dass der Wasserstoffhochlauf dringend vorangetrieben werden muss. Sie fordert von der Politik, die notwendigen Mittel im Bundeshaushalt 2027 einzuplanen, um diese wichtigen Maßnahmen zu unterstützen. Der Appell richtet sich an alle relevanten Akteure, die grundlegenden Voraussetzungen für ein starkes und nachhaltiges Wasserstoffmarktumfeld zu schaffen.

