Im April 2026 verzeichnete Niedersachsen eine Inflationsrate von 3,0%, die höchste seit Ende 2023. Die Hauptursache für diesen Anstieg sind die signifikant gestiegenen Energiepreise.
Energiepreisanstieg treibt Inflation an
Im April 2026 lagen die Energiepreise in Niedersachsen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11,0% höher. Diese Entwicklung ist vor allem auf den Irankrieg und die Blockade der Straße von Hormus zurückzuführen, die auch die Preise für Kraftstoffe und Heizöl drastisch in die Höhe trieben. Die Kosten für Diesel stiegen um 46,0%, während Superbenzin um 22,4% teurer wurde. Heizöl erlebte einen Anstieg von 69,3%, während andere Energieträger wie Erdgas und Strom vergleichsweise günstiger wurden.
Nahrungsmittelpreise unterliegen moderatem Preisanstieg
Im Sektor „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ nahm der Preisanstieg mit 1,5% eine unterdurchschnittliche Entwicklung im Vergleich zum Gesamtindex. Eierspeisen wurden mit einer Preissteigerung von 15,0% am stärksten betroffen. Bei Fleisch und Fisch lagen die Preiserhöhungen zwischen 3,5% und 11,8%. Im Gegensatz dazu konnten Verbraucher niedrigere Preise bei Speisefetten und Kartoffeln beobachten.
Preisentwicklung bei Dienstleistungen bleibt stabil
Erstmals seit zwei Jahren lag die Teuerungsrate für Dienstleistungen mit 2,9% unter der 3%-Marke. Diese Entwicklung wurde durch moderate Preisanstiege bei Nettokaltmieten und einem Anstieg in der sozialen Pflege und Versicherungsdienstleistungen unterstützt. Freizeit- und Kulturdienstleistungen verzeichneten ein Plus von 4,7%, während Übernachtungen um 4,3% teurer wurden.
Die Kerninflation, ohne Berücksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie, betrug im April 2,3%. Die Verbraucher in Niedersachsen stehen weiterhin vor Herausforderungen durch die Teuerungsrate, die im Vergleich zum Vormonat um 0,7% anstieg. Details zu den aktuellen Verbraucherpreisen sind auf der Webseite des Landesamtes für Statistik Niedersachsen verfügbar.

