Abschiebungen in Deutschland: Rückgang im ersten Quartal 2026

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Im ersten Quartal 2026 ist die Zahl der Abschiebungen aus Deutschland erstmals seit fünf Jahren gesunken. Mit 4.807 Abschiebungen wurden 1.344 Personen weniger als im Vorjahreszeitraum aus dem Land gebracht. Die Linke kritisiert die aktuelle Situation und fordert einen generellen Abschiebestopp für den Iran.

Rückgang der Abschiebungen im ersten Quartal 2026

Im Vergleich zum Vorjahr gab es in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 einen signifikanten Rückgang der Abschiebungen aus Deutschland. Laut Informationen der Bundesregierung, die der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vorliegen, mussten insgesamt 4.807 Menschen das Land verlassen, wodurch die Zahl aus dem Vorjahreszeitraum mit 6.151 Abschiebungen deutlich übertroffen wurde. Dies markiert den ersten Rückgang seit fünf Jahren.

Linke kritisiert Abschiebungen in Krisenländer

Die flüchtlingspolitische Sprecherin der Linken, Clara Bünger, äußerte sich besorgt über die anhaltenden Abschiebungen, insbesondere in den Iran. Angesichts der prekären Menschenrechtslage und der internationalen Spannungen forderte Bünger einen sofortigen Stopp der Abschiebungen in das Land. Sie kritisierte die Bundesregierung dafür, dass trotz der schwierigen Situation im Iran Abschiebungen durchgeführt würden, und forderte stattdessen eine wirksame Bleiberechtsregelung, die den betroffenen Menschen eine Perspektive bieten würde.

Zielstaaten der Abschiebungen

Die Hauptzielstaaten für Abschiebungen im ersten Quartal 2026 waren die Türkei mit 601 Abschiebungen, gefolgt von Georgien (266), Nordmazedonien (230) und Spanien (192). Auch in marokkanische und algerische Regionen wurden jeweils 178 Personen abgeschoben. Besondere Besorgnis erregt die Tatsache, dass unter den Betroffenen Hunderte Kinder und Jugendliche waren, sowie ältere Menschen über 60 Jahre. Diese Zahlen werfen Fragen über die Menschenwürdigkeit und die Notwendigkeit solcher Maßnahmen auf.

Bünger unterstrich, dass abschiebbare Personen oft keine Perspektiven und Sicherheiten haben und verwies auf die spanische Regierung, die kürzlich eine Legalisierung von 500.000 Migranten ohne gültige Papiere verkündet hatte. Dieses Modell könnte als Beispiel für eine neue Migrationspolitik in Deutschland dienen, die auf Humanität und Integration abzielt.

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