Anlässlich des Tag der Arbeit am 1. Mai 2026 fordert NORDMETALL, die Bundesregierung müsse endlich die Blockade gegen flexiblere Wochenarbeitszeiten aufgeben. Der Hauptgeschäftsführer Dr. Nico Fickinger betont den Druck der Industrie und die Bedürfnisse der Arbeitnehmer.
Flexibilität in der Arbeitswelt gefordert
Im Vorfeld des Tags der Arbeit am 1. Mai ruft NORDMETALL dazu auf, die Möglichkeiten flexiblerer Arbeitszeiten zu nutzen. „Deutschlands Industrie steht unter immensem Druck durch steigende Energiepreise und hohe Arbeitskosten. Die flexiblere Verteilung der Wochenarbeitszeit sollte nun zügig vorangetrieben werden“, erklärte Dr. Nico Fickinger, Hauptgeschäftsführer des Verbands. Der Widerstand von einigen Parteien und Gewerkschaften sei unzeitgemäß.
Regierung muss handeln
Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung ist klar festgehalten, dass die Arbeitswelt im Wandel sei. Beschäftigte und Unternehmen wünschen sich mehr Flexibilität. Trotz des bevorstehenden Sozialpartnerdialogs hat der bisherige Austausch keine Fortschritte gebracht. Fickinger fordert, dass die Regierung nun endlich aktiv werden muss. „Es ist wichtig, dass wir die Arbeitszeitregelungen nach europäischem Vorbild umsetzen. Damit fördern wir sowohl die Wettbewerbsfähigkeit als auch die Work-Life-Balance der Beschäftigten“, so Fickinger weiter.
Beispiele aus der Praxis
Ein Verweis auf die Arbeitszeitregelungen für Beamte zeigt, dass eine flexiblere Handhabung bereits erfolgreich umgesetzt wird. Hier wird seit Jahren eine individuelle Anpassung an die Bedürfnisse der Arbeitnehmer und des Arbeitgebers praktiziert. „Diese Flexibilität benötigen wir dringend auch für die gewerbliche Industrie“, macht Fickinger deutlich. Er betont, dass eine flexiblere Wochenarbeitszeit weder zu längerem Arbeiten noch zu einer Infragestellung tariflicher Regelungen führen werde, sondern lediglich die starren gesetzlichen Vorgaben lockern soll.

