In seiner Rede im Niedersächsischen Landtag fordert Sozialminister Dr. Andreas Philippi eine sofortige Korrektur der Integrationspolitik. Besonders der Stopp von Sprachförderprogrammen durch den Bund gefährdet die Integration von Zugewanderten.
Förderstopps schädigen Integration
Die Landesregierung von Niedersachsen hat sich erneut für die Sprachförderung von Zugewanderten ausgesprochen. Bei der Sitzung des Niedersächsischen Landtages am 29. April 2026 kritisierte Sozialminister Dr. Andreas Philippi den Bund. Insbesondere die Entscheidung, die Förderungen für Sprach- und Integrationskurse vorübergehend zu stoppen, stellt für viele Betroffene ein großes Problem dar. „Um die Zukunft unseres Landes zu sichern, benötigen wir jährlich 400.000 Menschen, die hier leben und arbeiten wollen“, stellte Philippi klar.
Deutschkenntnisse als Basis für Integration
Die Grundlage für eine erfolgreiche Integration in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt sind ausreichende Deutschkenntnisse, so der Minister. Er betonte die Notwendigkeit, dass Neuzuwanderer von Anfang an Sprachkurse erhalten, um sich schnell und effektiv in die Gesellschaft integrieren zu können. „Das bewährte System der Sprachförderung muss erhalten und ausgebaut werden“, fordere er vehement. Während die Integration durch den Bund eingeschränkt werde, träfe dies nicht nur die Kursträger, sondern auch die Zugewanderten, die dringend auf Sprachunterricht angewiesen sind. „Die Teilnehmer müssen länger auf ihre Kurse warten, was ihre Eingliederung in den Arbeitsmarkt erheblich erschwert“, führte Philippi weiter aus.
Stärkung der politischen Zusammenarbeit gefordert
Dr. Philippi appellierte an alle demokratischen Kräfte im Niedersächsischen Landtag, sich gemeinsam für die Rücknahme des Förderstopps einzusetzen. „Wir brauchen ein starkes Signal der Einigkeit“, so der Minister abschließend. Die aktuelle politische Situation erfordere eine klare Haltung von allen Beteiligten, um den betroffenen Menschen zu helfen und die Integrationspolitik in Niedersachsen nachhaltig zu verbessern.

