Neue Studie kritisiert Wunderpflanzen für Kraftstoffe

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Die Deutsche Umwelthilfe warnt vor den Risiken von Biokraftstoffen aus Zwischenfrüchten. Eine neue Studie zeigt, dass diese Pflanzen nur begrenzte Mengen für den Kraftstoffbedarf liefern können.

Wunderlösungen mit großen Risiken

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) mahnt zu mehr Vorsicht im Umgang mit Biokraftstoffen, die aus Zwischenfrüchten und Pflanzen von stark degradierten Flächen gewonnen werden. Eine aktuelle Studie von Cerulogy, beauftragt vom Europäischen Dachverband Transport & Environment (T&E), zeigt, dass das Potenzial dieser Rohstoffe in der EU äußerst begrenzt ist. Selbst optimistische Prognosen können die Nachfrage nicht annähernd decken, insbesondere in schwer elektrifizierbaren Sektoren wie der Luftfahrt.

Ökologische Gefahren durch Anbau

Die Studie hebt hervor, dass der Anbau dieser Pflanzen zur Herstellung von Agrokraftstoffen ernsthafte ökologische Risiken birgt. Unter anderem können diese Maßnahmen die Biodiversität gefährden und den zusätzlichen Einsatz von Düngemitteln erfordern. Darüber hinaus könnten durch Landnutzungsänderungen doppelt so hohe Emissionen entstehen wie bei der Verwendung fossiler Brennstoffe. Unzureichende Definitionen und Zertifizierungssysteme erhöhen die Gefahr von Betrug und Umweltverschmutzung, insbesondere bei importierten Rohstoffen.

Appell an die Bundesregierung

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH, appelliert an die Bundesregierung, sich nicht durch die vermeintlichen Vorteile dieser Wunderpflanzen blenden zu lassen. „Diese Rohstoffe sind nicht nur begrenzt verfügbar, sie sind auch mit hohen Umweltrisiken verbunden“, warnt er. Resch fordert die Politik auf, Anreize für die Elektrifizierung zu schaffen, um eine nachhaltige Lösung für den Verkehrssektor zu finden.

Sascha Müller-Kraenner, ebenfalls Bundesgeschäftsführer der DUH, unterstreicht die Bedeutung einer nachhaltigen Boden- und Wassernutzung. Der Anbau von Energiepflanzen dürfe nicht zulasten der Ernährung, des Naturschutzes oder der natürlichen Kohlenstoffspeicher gehen. „Wir müssen unsere Umwelt schützen und die falschen Lösungen der Vergangenheit hinter uns lassen“, fordert Müller-Kraenner. Die DUH fordert ein Ende der Förderung von Biokraftstoffen aus diesen Pflanzen und setzt sich für eine klare und nachhaltige Strategie in der Verkehrspolitik ein.

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