Eine aktuelle NEXperts-Studie untersucht die Rolle von KI-Manager im deutschen Mittelstand. Obwohl viele für KI verantwortlich sind, mangelt es häufig an formalen Entscheidungsrechten.
Unzureichende Befugnisse trotz hoher Verantwortung
In vielen deutschen Unternehmen wird von KI-Verantwortlichen eine hohe Leistung erwartet. Dies zeigt die Studie „NEXperts KI-Manager-Kompass 2026“, die 110 Fachkräfte befragt hat. 52 Prozent der Befragten fühlen sich für die KI-Strategie ihres Unternehmens verantwortlich, 59 Prozent verwalten ein eigenes Budget. Tatsächlich bleiben die Entscheidungsrechte jedoch oft im Hintergrund. Die Studie deckt auf, dass häufig die formale Zuständigkeit bei einer Person liegt, während die Entscheidungsmacht bei anderen liegt. Dies führt dazu, dass die KI-Arbeit eher als Zusatzaufgabe wahrgenommen wird.
Organisatorische Lücken und kulturelle Herausforderungen
Die Umfrage hat weiterhin ergeben, dass 55 Prozent der KI-Verantwortlichen strategisch arbeiten, während 42 Prozent gleichzeitig operative Aufgaben übernehmen. Dies deutet auf ein Missverhältnis zwischen Verantwortung und Befugnis hin. Zudem herrscht bei der Identifikation neuer KI-Ideen eine große Unsicherheit: 26 Prozent der Befragten kritisieren unklare Verantwortlichkeiten zwischen Abteilungen. Die kulturelle Wahrnehmung von KI als IT-Thema verstärkt diese Problematik. Ein Großteil der Widerstände ist nicht bei den Mitarbeitenden, sondern im mittleren Management und in der Führungsetage zu finden.
Klarheit und Führung für die KI-Transformation
Die Studie zeigt, dass der Mittelstand nicht nur klare Mandate, sondern auch eine frühe Governance benötigt. Unternehmen, die jetzt Hand anlegen, können bedeutende Wettbewerbsvorteile erlangen. NEXperts hat vier Indizes zur organisatorischen KI-Reife entwickelt: den Vision Clarity Index, den Governance and Guidance Index, den Change Maturity Index und den Value Driven Index, deren Werte alle eng beieinander liegen. Die vollständige Studie ist unter www.nexperts.ai/ki-manager-kompass-2026 verfügbar.

