Mängelquote bei Röntgengeräten in NRW und Niedersachsen steigt

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Die Mängelquote bei Röntgengeräten in Deutschland ist im Jahr 2025 auf 13 Prozent gestiegen. Das geht aus dem aktuellen TÜV Röntgenreport hervor, der umfassende Mängel bei Bildqualität und Strahlenschutz dokumentiert. Der TÜV-Verband fordert daher dringend mehr Qualitätssicherung im Betrieb dieser Geräte.

Mängel im Überblick

Der TÜV Röntgenreport 2026 zeigt, dass in Deutschland jede achte Röntgeneinrichtung Mängel aufweist. Bei den nationalen Sicherheitsprüfungen wurden 15.333 Röntgengeräte überprüft, wobei 2.037 Mängel festgestellt wurden. Diese Mängelquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt erhöht. Dr. Alexander Schröer, Strahlenschutzexperte des TÜV-Verbands, betont, dass verlässliche Diagnosen technisch einwandfreie Geräte erfordern.

Schwerwiegende Mängel und deren Folgen

Von den festgestellten Mängeln betreffen 17 Prozent schwerwiegende Aspekte, die das Patientenrisiko erhöhen, darunter unzulässige Strahlendosen oder mangelnde Bildqualität. Diese Mängel müssen umgehend von Fachleuten behoben werden, da sie einen Weiterbetrieb der Geräte ausschließen. Die meisten Mängel entfallen auf erhebliche Mängel, die in 52 Prozent der Fälle festgehalten wurden. Zudem wurden 31 Prozent der Mängel als geringfügig eingestuft und könnten ohne großen Aufwand von den Betreibern selbst behoben werden.

Röntgen in der Human- und Dentalmedizin

Die große Mehrheit der geprüften Geräte kommt aus der Human- und Dentalmedizin. Bei den Dentalgeräten zeigt der Bericht, dass 16 Prozent Mängel aufweisen, wobei 49 Prozent dieser Mängel als erheblich eingestuft werden. In der Humanmedizin ist die Mängelquote mit 14 Prozent gesunken. Dennoch muss dieser Rückgang mit Vorsicht betrachtet werden, da viele der Mängel bedeutend sein können.

Besonders auffällig sind die Mängel im Bereich der Bildqualität, die durch defekte Speicherfolien oder unzureichende Bildwiedergabesysteme verursacht werden. Diese Fehler können die Aussagekraft der Röntgenbilder beeinträchtigen, was direkte Folgen für die Diagnose und Behandlung von Patienten haben kann. Auch Defizite beim Strahlenschutz, wie unzureichende Dosisindikatoren oder mangelhafte Schutzmittel, sind alarmierend und erhöhen das Risiko für Patienten und Personal.

Empfehlungen des TÜV-Verbands

Um die Sicherheit in der Röntgentechnik zu gewährleisten, sind regelmäßige und unabhängige Prüfungen unabdingbar. Der TÜV-Verband fordert deshalb mehr Schulungsangebote für Betreiber und Serviceunternehmen sowie eine verbesserte Abstimmung zwischen Bund und Ländern zur Umsetzung von Sicherheitsstandards.

Der vollständige Röntgenreport 2026 kann unter www.tuev-verband.de/presse/publikationen/reporte/roentgenreport eingesehen werden.

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