Die Stadt Rheine hat ihre Fachstelle für Wohnraumsicherung zum fünften Dialog eingeladen, um aktuelle Herausforderungen in Mietverhältnissen zu erörtern. Vertreter aus Wohnungswirtschaft, Behörden und sozialen Trägern tauschten sich über die Wohnversorgung junger Erwachsener aus.
Fokus auf junge Volljährige und Wohnraumversorgung
Im Rahmen des Dialogs stellte die Fachstelle Wohnraumsicherung ihre Arbeit in Kooperation mit dem Caritasverband Rheine e. V. vor. Ein zentrales Ziel dieser Initiative ist, Mieter und Vermieter bei Konflikten in Mietverhältnissen zu unterstützen, insbesondere bei der finanziellen Absicherung von Mietzahlungen. Rund ein Drittel der Beratungsfälle resultiert aus Informationen des Amtsgerichts zu anhängigen Räumungsklagen.
Herausforderungen und Unterstützung für junge Erwachsene
Die Fachbereichsleiterin Wiebke Gehrke lenkte den Fokus auf die Wohnraumsituation der jungen Volljährigen. In der Diskussion wurden die Ursachen für Wohnungslosigkeit sowie das Phänomen des Couchsurfing beleuchtet. Die Teilnehmenden erörterten, welche Hürden junge Menschen beim Einzug in die erste eigene Wohnung überwinden müssen und wie gezielte Unterstützung aussehen kann. Zudem wurde die Sorge der Vermieter in Bezug auf die oft unsicheren finanziellen Verhältnisse junger Mieter thematisiert. Angesichts des knappen Angebots an Singlewohnungen wurden auch alternative Wohnkonzepte, wie Wohngemeinschaften, angesprochen.
Kooperation und Ausblick auf zukünftige Maßnahmen
Ein weiterer Diskussionspunkt war die Möglichkeit der Untervermietung durch ältere Menschen, die in großen Einfamilienhäusern wohnen. Die Erkenntnisse aus dem Austausch werden in das Projekt „Zwischen Couch und Straße – junge Volljährige und Wohnungslosigkeit“ einfließen. Die Ergebnisse sollen auf einem geplanten Fachtag im Januar 2027 vorgestellt werden, der auch Vermieter ansprechen soll. Die Teilnehmer hatten zudem die Möglichkeit, miteinander zu netzwerken und ihre Erfahrungen auszutauschen.
Für Vermieter bietet die Fachstelle jeden Mittwoch von 9 bis 11 Uhr eine spezielle Sprechstunde an. Darüber hinaus ist die Fachstelle von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Interessierte können sich telefonisch unter 05971 9436997 oder per E-Mail an [email protected] melden. Das Büro befindet sich am Kardinal-Galen-Ring 98 in Rheine.

