An Christi Himmelfahrt lädt Rhede Gäste aus der französischen Partnerstadt La Ferté-St.-Aubin ein. Der Austausch fördert das Miteinander und die Freundschaft zwischen den beiden Städten und setzt ein Zeichen für Frieden und Verständigung.
Ein Wochenende voller Begegnungen
Beim diesjährigen Austausch mit der französischen Partnerstadt La Ferté-St.-Aubin empfing Rhede rund 50 Gäste, die ein abwechslungsreiches Programm erwartete. Frank Lehnen vom Deutsch-Französischen Freundeskreis Rhede betonte beim Empfang in der Aula der Gesamtschule, wie wichtig solche Begegnungen sind, um alte Freundschaften zu pflegen und neue zu schließen.
Emotionale Wiedersehensfreude
Besonders für Catherine Thibault, Präsidentin des Partnerschaftskomitees aus La Ferté-St.-Aubin, ist die Partnerschaft mehr als nur ein Titel. Sie beschrieb sie als „echtes menschliches Abenteuer“, das geprägt ist von Austausch und Freundschaft. Auch die Bürgermeisterin von La Ferté-St.-Aubin, Katia Bailly, erlebte das Treffen als tiefgreifend. Es war nach ihrer Wahl im März ihre erste offizielle Reise nach Rhede und zudem ein herzliches Wiedersehen nach über 25 Jahren, da sie zuvor als junge Frau beim Stadtjubiläum zu Gast war.


Schulische Interaktion und Stadterkundung
Zu den Besuchern gehörten ebenfalls 14 Schülerinnen und Schüler, die an einer Schulrallye teilnahmen und die neu sanierte Gesamtschule besichtigten. Die neunjährige Lina war von der Anzahl der Fahrräder in Rhede begeistert und stellte erstaunt fest, dass das Frühstück hier ganz anders aussieht als in ihrer Heimatstadt. Die Erwachsenen hingegen erkundeten die Stadt und besuchten Sehenswürdigkeiten wie die St.-Gudula-Kirche und die Villa Medica.
Der Höhepunkt des Austausches fand beim Partnerschaftsabend im Vereinsheim des VfL Rhede statt. Bürgermeister Jürgen Bernsmann betonte die Bedeutung von Städtepartnerschaften in Zeiten internationaler Spannungen und der ständigen Bedrohung von Frieden und Freiheit. Er forderte dazu auf, Brücken zu bauen und Freundschaften über Grenzen hinweg zu pflegen. Bürgermeisterin Bailly ergänzte, dass der Austausch eine Art „politischen und menschlichen Akt des Widerstandes“ darstellt und dass Frieden durch liebevolle Momente und zwischenmenschliche Beziehungen entsteht.
Abschließend war die Hoffnung auf eine lebendige und dynamische Partnerschaft zu spüren, die zukünftige Generationen einbezieht und voneinander lernt. Die gemeinsame Vision ist es, den Kontakt zwischen den beiden Städten weiterhin stark zu halten und auch junge Menschen dazu zu ermutigen, aktiv mitzuwirken.


