Osnabrück: Förderung von 6,5 Millionen Euro für Agrarprojekte

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Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium hat im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft 6,5 Millionen Euro für 14 Projekte vergeben. Besonders die Hochschule Osnabrück profitiert mit drei geförderten Projekten, die moderne Ansätze in der Agrarwelt verfolgen.

Vielfalt der geförderten Projekte

Die Hochschule Osnabrück wird mit drei Projekten aus dem Bereich der Agrarwirtschaft gefördert. Prof. Dr. Karin Schnitker erhält rund 500.000 Euro für ihr Projekt HempFill, das die Nutzung von Hanffasern als nachhaltige Rohstoffe in der Automobil- und Papierindustrie untersucht. Das Ziel ist es, eine gleichbleibende Qualität zu garantieren, um die Einsatzmöglichkeiten von Hanf zu erweitern.

KI in der Landwirtschaft

Ein weiteres Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Inga Tiemann dürfte ebenfalls für Aufsehen sorgen: SINGLETIER, das mit rund 429.000 Euro gefördert wird, hat zum Ziel, ein KI-gestütztes Überwachungssystem für Masthühner zu entwickeln. Dieses System erfasst automatisiert wichtige Parameter wie Gewicht, Gefieder und Gesundheitszustand der Tiere, was die Effizienz der Tierhaltung erhöhen soll.

Nachhaltige Fütterung für Geflügel

Im dritten Projekt mit dem Titel Grashähnchen, das von Prof. Dr. Heiner Westendarp geleitet wird und mit etwa 483.000 Euro gefördert wird, wird untersucht, ob regionales Grünlandprotein in der Lage ist, importiertes Sojaextraktionsschrot in der Geflügelfütterung zu ersetzen. Dieses Vorhaben könnte nicht nur die lokale Landwirtschaft stärken, sondern auch die Abhängigkeit von Importen verringern.

Niedersachsen als Innovationsführer

Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte betonte bei der Übergabe der Förderbescheide, dass Niedersachsen seit über einem Jahrzehnt mit mehr als 100 Innovationsprojekten bundesweit führend bei Agrarinnovationen ist. “Mit neuen Ideen eine nachhaltige Landwirtschaft ermöglichen – dieser Ansatz steht im Mittelpunkt der EIP-Projekte”, so Staudte. Die aktuellen Fördermittel stammen aus EU-Mitteln und werden über das Programm KLARA verteilt. Ein weiterer Projektcall ist bereits für August geplant.

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