Hamburg/Emsland. Der Countdown lief, die Spannung stieg – und dann betrat Linkin Park die Bühne. Am 1. und 3. Juni 2026 verwandelte die Band das Hamburger Volksparkstadion in einen Nu-Metal-Kessel. Auch aus Emsland, Grafschaft Bentheim und der Osnabrücker Region machten sich Fans auf den Weg in die Hansestadt.
Rund 50.000 Menschen pro Abend erlebten eine Band, die sich neu erfunden hat – und dabei nichts von ihrer alten Wucht verloren hat. Mit Emily Armstrong als neuer Frontfrau und Mike Shinoda am Mikrofon lieferte Linkin Park eine Show ab, die alte Hymnen wie „Numb“ oder „In the End“ mit dem frischen Material des 2024 erschienenen Albums „From Zero“ verband. Armstrong bewies dabei Klasse: kraftvoll, präsent, auf Augenhöhe mit dem Erbe der Band.
Bereits beim Einlass zeigte sich die Dimension des Abends: Tausende strömten ins Stadion, die Bühne aufgebaut wie für eine Weltklasse-Produktion – was sie auch war. Als die Lichter ausgingen und das blaue Flutlicht die Arena tauchte, war die Stimmung sofort da.
Support-Acts waren Phantogram und das US-Hip-Hop-Duo Clipse. Der Hauptact startete um 21:00 Uhr und spielte knapp zwei Stunden.
Nach dem Tod von Sänger Chester Bennington 2017 schien Linkin Parks Geschichte beendet. Sieben Jahre später füllen sie Stadien. Wer dabei war, versteht warum.


