Am Montag, den 15. Juni, wird der Tag der Gebäudereinigung gefeiert. Rund 1.250 Reinigungskräfte im Kreis Emsland stehen im Fokus der IG BAU, die für bessere Bedingungen und mehr Anerkennung kämpft.
Wertschätzung für Reinigungskräfte fehlt
Rund 1.250 Gebäudereiniger in der Region Emsland tragen maßgeblich zur Sauberkeit von Büros, Schulen und Altenheimen bei. Dennoch sind die Arbeitsbedingungen oft unzureichend. Herbert Hilberink, Vorsitzender der IG BAU Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, kritisiert den mangelnden Respekt für die Branche und die häufigen Niedriglöhne. Viele Reinigungskräfte leben in ständiger Angst vor Altersarmut.
Löhne müssen angehoben werden
Ein gravierendes Problem ist dabei die finanzielle Situation: Eine Gebäudereinigerin müsste theoretisch über 70 Jahre arbeiten, um eine durchschnittliche Rente zu erreichen, was die Schere zwischen Arbeit und Ruhestand drastisch verdeutlicht. Hilberink fordert daher einen „Respekt- und Lohn-Schub“, um den Reinigungskräften ein Leben in Würde nach der Berufstätigkeit zu ermöglichen.
Politik in der Pflicht
Die IG BAU appelliert an die Bundestagsabgeordneten der CDU und SPD aus der Region, sich für die Rechte der Gebäudereiniger stark zu machen. Bei der anstehenden Rentenreform müsse darauf geachtet werden, dass diejenigen, die Jahrzehnte für die Sauberkeit der Gesellschaft sorgen, nicht am Ende in die Altersarmut rutschen.
Zusätzlich fordert die Gewerkschaft in den kommenden Tarifrounden ein „kräftiges Lohn-Plus“ für die 45 Firmen im Landkreis, die in der Gebäudereinigung tätig sind. Hilberink betont, dass die Zahlen zur Beschäftigung und den Betrieben aus verlässlichen Quellen stammen und reale Veränderungen notwendig sind, um den Beschäftigten eine faire Entlohnung zu gewährleisten.

