Rheder Gewerbegebiet Rhede-West: Neue Flächen geplant

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Rhede plant die Ansiedlung neuer Unternehmen im Gewerbegebiet Rhede-West. Der Rat hat den Bebauungsplan beschlossen, der die Erschließung von 14 Hektar Fläche ermöglicht.

Neue Möglichkeiten für Unternehmen

Der Rheder Rat hat am 17. Juni 2026 den Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Rhede-West genehmigt, was neue Perspektiven für ansässige und neu ansiedelnde Unternehmen eröffnet. In den kommenden Jahren wird die Stadt Rhede die 14 Hektar große Fläche erschließen, nachdem die erforderlichen wasserrechtlichen Genehmigungen eingeholt werden. Die Erschließungsarbeiten sollen im Sommer 2027 beginnen, und bis 2028 könnten die ersten Firmen mit dem Bau ihrer neuen Standorte starten. Bereits Ende dieses Jahres plant die Stadt, die Vermarktung der Gewerbeflächen zu starten.

Kooperation mit Bocholt

Das Gewerbegebiet Rhede-West liegt an der Stadtgrenze zu Bocholt und bietet eine gute Anbindung an die Bundesstraße 67. Dies war ein entscheidender Faktor bei der Auswahl der Fläche, da die ursprünglich angestrebte Erweiterung im Rheder Osten aufgrund fehlender Flächen nicht möglich war. Die Stadt Rhede hat frühzeitig den Kontakt zur Bocholter Verwaltung gesucht und eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zur gemeinsamen Erschließung und Abwasserbeseitigung abgeschlossen. Rhedes Beigeordneter Hubert Wewering betont die importance der Zusammenarbeit: „Ich bin der Stadt Bocholt sehr dankbar, dass wir so kooperativ und vertrauensvoll zusammengearbeitet haben.“

Umwelt- und Naturschutz im Fokus

Bei der Entwicklung des Gewerbegebiets sind jedoch auch die Herausforderungen des Umwelt- und Naturschutzes zu beachten. Die erforderliche Änderung des Regionalplans ist bereits vollzogen, und eine durchgeführte Artenschutzprüfung hat die existenz von 44 Vogelarten, darunter 15 Brutvogelarten, sowie zehn Fledermausarten ergeben. Diese Arten und deren Lebensräume müssen in der laufenden Planung berücksichtigt werden.

Auf der 14 Hektar großen Fläche können schließlich nur etwa 9 Hektar gewerblich genutzt werden, da Artenschutz-, Naturschutz- und Erschließungsanforderungen zu beachten sind. Künftige Unternehmen sind außerdem angehalten, sich an die neue ökologische Leitlinie der Stadt Rhede zu halten, die beispielsweise begrünte Dächer und Fassadenbegrünung umfasst.

Beigeordneter Wewering drückt seine Erleichterung aus: „Nach acht Jahren Planung können wir nun absehbar neue Flächen für Firmen zur Verfügung stellen. Gewerbe- und Industriegebiete sind essenziell für die Entwicklung der regionalen Wirtschaft.“ Er ergänzt: „Es ist von großer Bedeutung, dass wir Flächen mobilisieren, um bestehenden und neuen Unternehmen eine bedarfsgerechte Grundstücksverfügbarkeit zu gewährleisten.“ Die Entwicklung des Gewerbegebiets Rhede-West stellt somit einen wichtigen Schritt in der wirtschaftlichen Zukunft der Region dar.

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