Der Mobilitätsmanager von Coesfeld, Thomas Külper, betont die Wichtigkeit von Wahlfreiheit in der Stadtmobilität. Mit verschiedenen Projekten will er Coesfeld zu einer modernen und nachhaltigen Mobilitätsstadt entwickeln.
Coesfelds solide Grundlagen für Mobilität
Als Thomas Külper 2024 die Position des Mobilitätsmanagers in Coesfeld übernahm, stellte er schnell fest, dass die Stadt bereits auf einem starken Fundament aufbaut. Das bestehende Mobilitätskonzept bietet einen klaren strategischen Fahrplan mit konkreten Zielen für die kommenden Jahre. „Die Schaffung meiner Stelle ist Teil dieses Konzepts und zeigt, welchen Stellenwert Mobilität in Coesfeld hat,“ sagt er.
Besonders positiv wertet er die Zusammenarbeit in der Verwaltung. Regelmäßige Abstimmungen zwischen den Fachbereichen stellen sicher, dass Verkehrsfragen ganzheitlich betrachtet werden. Coesfeld bietet durch seine kompakte Struktur, kurze Wege und eine lebendige Fahrradkultur bereits gute Voraussetzungen für eine zukunftsorientierte Mobilität.
Sicherere Schulwege für Kinder
Ein zentrales Anliegen für Thomas ist das schulische Mobilitätsmanagement. Er erklärt, dass es wichtig sei, Kinder sicher und selbstständig zu ihren Schulen zu führen. Zu diesem Zweck wurden bereits Elternhaltestellen eingerichtet, um den Verkehr an Grundschulen zu reduzieren.
In diesem Jahr wird zudem ein digitaler Schulwegplaner eingeführt, der sichere Routen für Schülerinnen und Schüler aufzeigt. In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte (AGFS) organisiert Coesfeld regelmäßig Verkehrssicherheitsaktionen an weiterführenden Schulen, um die Verkehrssicherheit zu fördern.
On-Demand-Busangebot für mehr Flexibilität
Als weiteres Highlight plant Coesfeld die Einführung eines On-Demand-Stadtbusangebotes Ende dieses Jahres. Dieses System soll den Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, Fahrten nach Bedarf zu buchen und bietet somit mehr Flexibilität als herkömmliche Fahrpläne. „Unser Ziel ist es, den Menschen attraktive Alternativen zum eigenen Auto zu bieten und die Mobilität innerhalb der Stadt zu erleichtern,“ sagt Thomas.
Parallel wird auch die Fahrradinfrastruktur kontinuierlich ausgebaut, um den Radverkehr noch sicherer und attraktiver zu machen.
Ein ganzheitlicher Ansatz für Mobilität
Jedoch sieht Thomas auch Herausforderungen, insbesondere beim Ausgleich der unterschiedlichen Bedürfnisse der Verkehrsteilnehmer. Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger haben oft unterschiedliche Erwartungen. Daher setzt die Stadt auf Bürgerbeteiligung und transparente Kommunikation, insbesondere bei neuen Projekten wie Fahrradstraßen.
Das langfristige Ziel des Mobilitätskonzepts ist es, den Verkehr in Coesfeld bis 2040 klimaneutral zu gestalten. Die Maßnahmen sollen jedoch nicht beschränkend wirken; stattdessen möchte man attraktive Alternativen schaffen, um nachhaltige Mobilität im Alltag zu fördern. Thomas fasst zusammen: „Wir wollen, dass Mobilität für alle Generationen funktioniert, sei es für Kinder, die sicher zur Schule wollen, oder für ältere Menschen, die ohne Auto mobil bleiben möchten.“

