Nach anonymen Hinweisen hat der Landkreis Vechta gemeinsam mit der Polizei und einer privaten Tierschutzorganisation an drei Standorten Durchsuchungen durchgeführt und dabei 29 Hunde aus illegalem Handel sichergestellt, darunter 18 Welpen.
Die Tiere wurden nach Angaben des Veterinäramts unter erbärmlichen Bedingungen gehalten: im Dunkeln, auf verschmutzten Böden, ohne Einstreu oder Wasser. Viele der Welpen waren jünger als acht Wochen und bereits von den Muttertieren getrennt. Alle Tiere wiesen einen starken Parasitenbefall auf, bei einigen wurden zusätzlich unter anderem Gesäugetumore, Zahnerkrankungen, Herzgeräusche und Mangelernährung festgestellt. Zwei Welpen mussten intensivmedizinisch behandelt werden, einer verstarb. Bei mehreren Hunden zeigte sich zudem der sogenannte Merle-Faktor, eine genetische Veränderung, die bei reinerbiger Ausprägung insbesondere bei Dackeln zu Taubheit und Blindheit führen kann und deren Zucht deshalb in Deutschland strengen Vorgaben unterliegt.
„Der illegale Welpenhandel geht weiter“, sagte die Leiterin des Veterinäramts, Dr. Andree Schmidt. Der Landkreis bittet die Bevölkerung, verdächtige Hundehaltungen in abgelegenen Bereichen dem Veterinäramt zu melden ([email protected]). Das teilte der Landkreis Vechta am 9. Juli mit.

