In Deutschland warten derzeit rund 8000 Menschen auf ein lebensrettendes Spenderorgan. Eine Radtour durch Emsland und Ostfriesland soll mehr Bewusstsein für das Thema Organspende schaffen.
Radtour für mehr Aufmerksamkeit
Die „Radtour pro Organspende“ machte jüngst Halt in mehreren Krankenhäusern, darunter das Bonifatius Hospital Lingen und das Klinikum Leer, um sowohl Dank auszusprechen als auch auf die Bedeutung der Organspende hinzuweisen. An der einwöchigen Tour nahmen 36 Radler:innen teil, darunter auch Nina Becher, deren Vater auf eine Spenderniere wartete.
Die persönliche Verbindung
Nina Bechers 65-jähriger Vater, Thomas, erhielt vor zwei Jahren die ersehnte Spenderniere nach fünf Jahren Dialyse. „Es ist mein zweiter Geburtstag“, sagt er. Bechers Geschichte verdeutlicht, wie wichtig Aufklärung über Organspende ist, da viele Menschen sich oft nicht mit dem Thema auseinandersetzen. „Wir halten diese Radtour für eine wichtige Möglichkeit, die Arbeit der Krankenhausmitarbeiter zu würdigen und auf die Dringlichkeit des Themas hinzuweisen“, erklärt Radler-Sprecher Peter Kreilkamp.
Wichtige Botschaft für die Gesellschaft
Zusätzlich wurde in den Kliniken den Mitarbeitenden gedankt und die Notwendigkeit von Informationen über Organspenden betont. Klaus Kogelmann, Transplantationsbeauftragter am Klinikum Leer, hebt hervor: „In Deutschland wird zu wenig über Organspenden gesprochen. Eine dokumentierte Entscheidung darüber, ob man Organspender sein möchte oder nicht, ist entscheidend für die Angehörigen.“

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann unterstützt die Radtour als Schirmherr und tritt für eine Widerspruchslösung ein, um ein gesellschaftliches Signal für Organspenden zu setzen. „Jeder soll die Möglichkeit haben, für oder gegen Organspenden zu entscheiden“, so Laumann. Mit dieser Radtour will der Verein „TransDia Sport Deutschland“ auf die geschätzten 234 Lebensjahre hinweisen, die den Teilnehmer:innen durch Spenderorgane geschenkt wurden.


