Die Gemeinde Esterwegen baut an der Straße Zum Dorfplatz, gegenüber der evangelischen Kirche, ein neues Jugendzentrum. Der Kreisausschuss soll dafür einen Zuschuss von 164.663,15 Euro bewilligen, das sind 14,25 Prozent der förderfähigen Kosten von 1.155.626,30 Euro. Über die Empfehlung berät zunächst der Ausschuss für Jugendhilfe und Sport am 3. September.
Warum ein Neubau nötig ist
Bislang treffen sich Jugendliche im „SoFa“ im Max-Kolbe-Haus, einem Raum, den sich die katholische Kirchengemeinde im Obergeschoss eingerichtet hat. Der Raum ist weder zeitgemäß noch barrierefrei und wird zusätzlich von anderen Gruppen mitgenutzt, das Gebäude selbst ist teils sanierungsbedürftig. Im ehemaligen Maltesergebäude am Alten Markt gibt es inzwischen eine Übergangslösung, bis der Neubau fertig ist. Vorausgegangen war eine Beteiligungsaktion, bei der Jugendliche selbst die Anforderungen an eine gute Jugendarbeit formuliert hatten. Die Empfehlung einer hauptamtlichen Fachkraft hat die Gemeinde bereits umgesetzt und eine Jugendpflegerin eingestellt.
Was gebaut wird
Der zentrale Raum des neuen Jugendzentrums soll rund 100 Quadratmeter groß werden und lässt sich per mobiler Trennwand halbieren. Dazu kommen Küche und weitere Gruppen- und Besprechungsräume. Genutzt werden sollen die Räume unter anderem von Kolpingjugend, Landjugend und Kinderchor sowie von Gruppen ohne Vereinsbindung. Im Außenbereich hinter der Kirche entstehen eine Grünfläche und eine Terrasse, die an den bereits vorhandenen Ninja-Parcours und den inklusiven Kinderspielplatz angrenzen. Auch der Radweg zum Gelände wird verbreitert, dazu kommt eine neue Zuwegung.
So ist die Finanzierung geplant
Die Gesamtkosten liegen bei 1.398.549,93 Euro, darin enthalten sind 242.923,63 Euro für den Straßenbau, die bei der Förderung eines Jugendheims nicht zuwendungsfähig sind. Das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) hat aus dem Dorfentwicklungsprogramm ZILE bereits 500.000 Euro bewilligt, über eine weitere Kofinanzierung von bis zu 500.000 Euro für finanzschwache Kommunen steht die Entscheidung noch aus. Den Rest trägt die Gemeinde Esterwegen, die zusätzlich das Grundstück stellt. Der vorzeitige Maßnahmebeginn wurde der Gemeinde bereits am 17. März genehmigt.

