Acht Jahre nach dem Moorbrand 2018 auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 (WTD 91) in Meppen berichtet die Kreisverwaltung dem Ausschuss für Umwelt und Natur am 31. August über den aktuellen Stand der Wiedervernässung. Grundlage ist ein Antrag der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen.
Was der Arbeitskreis herausgefunden hat
In neun Sitzungen tauschte sich der eigens gebildete Arbeitskreis zur Aufarbeitung der Umweltschäden (AKAUM) über den Umgang mit den naturschutzfachlichen Folgen des Brandes aus. In der letzten Sitzung am 11. Juni 2026 stellte das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw) die Ergebnisse hydrologischer Untersuchungen sowie die daraus abgeleiteten Maßnahmen zur Wiedervernässung vor. Ziel ist es, den Moorkörper im Bereich der WTD und im Naturschutzgebiet „Tinner Dose-Sprakeler Heide“ stärker zu vernässen. Das soll moortypische Lebensräume fördern, den Verlust moortypischer Vegetation bremsen und gleichzeitig einen natürlichen Schutz vor erneuten Bränden bieten.
Kampfmittel bremsen die Arbeiten
Als besondere Herausforderung nennt die Kreisverwaltung die erhebliche Belastung der Flächen mit Kampfmitteln. Um sie überhaupt betreten zu können, läuft eine umfangreiche Kampfmittelräumung, die zugleich die Brandlast auf dem Gelände senken soll. Sowohl diese Räumung als auch die naturschutzfachlichen Pflegemaßnahmen sind aber an die Wasserstände im Moor gebunden: In den vergangenen Jahren waren die Flächen in den Herbst- und Wintermonaten wegen hoher Wasserstände häufig kaum oder gar nicht begehbar, was zu Verzögerungen führte.
Was die Grünen ursprünglich gefordert hatten
Den Anstoß für den jetzigen Bericht gab ein Antrag der Grünen-Kreistagsfraktion. Sie hatte bemängelt, dass vier Jahre nach dem Brand, Stand März 2023, noch immer kein Wiedervernässungskonzept vorlag. Die Fraktion wollte unter anderem wissen, welche Maßnahmen einen erneuten Großbrand verhindern sollen, gerade mit Blick auf eine mögliche steigende Nutzung der WTD 91, wie weit die Räumung von Birkenaufwuchs auf den Flächen fortgeschritten ist und ob ein Flächenzukauf, gegebenenfalls gemeinsam mit dem Landkreis, für eine bessere Wiedervernässung infrage kommt.
Der Ausschuss soll den Sachstandsbericht in seiner Sitzung lediglich zur Kenntnis nehmen, eine Beschlussfassung ist nicht vorgesehen.

