Bei der Oldtimer- und Sportwagenschau „Pista & Piloti“ auf dem TRIWO-Testgelände in Pferdsfeld sorgte am vergangenen Wochenende ein ungewöhnliches Fahrzeug für Aufsehen: Zwischen mehr als 200 historischen Renn- und Sportwagen stand ein Ultraleicht-Helikopter im Design der Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio.
Vom Alfa-Fan konstruiert
Gebaut hat den Prototypen Paul Ressle, Gründer des bayerischen Unternehmens Evocopter aus Schongau. Der passionierte Alfa-Romeo-Sammler besitzt neben mehreren Oldtimern der Marke auch eine aktuelle Giulia Quadrifoglio und legte deren Optik auf seinen neu entwickelten Ultraleicht-Helikopter vom Typ ClassiX um: Rumpf in Alfa-typischem Rosso Alfa lackiert, dazu Kleeblatt-Logos und ein historischer Alfa-Romeo-Schriftzug.
Kohlefaser wie im Rennsport
Um das für Ultraleicht-Helikopter geltende Gewichtslimit von 600 Kilogramm einzuhalten, fertigt Evocopter Rumpf, Kabine und Rotorblätter überwiegend aus Kohlefaser. Als Struktur dient ein Gitterrohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl. Angetrieben wird der ClassiX von einem zertifizierten Luftfahrttriebwerk mit rund 6 Litern Hubraum, 160 PS und 500 Nm Drehmoment, statt eines umgebauten Autotriebwerks, wie es bei anderen UL-Helikoptern üblich ist. Die Tanks sind, ähnlich wie in der Formel 1, als crashsichere Gummiblasen mit Schaumstofffüllung ausgeführt.
Weitere Informationen zum Modell gibt es unter www.evocopter.aero.

