Der 1. September ist in Deutschland kein Tag wie jeder andere. Vor 87 Jahren, am 1. September 1939, überfiel die deutsche Wehrmacht Polen und löste damit den Zweiten Weltkrieg aus – mit Folgen, die bis heute nachwirken.
Der Tag, an dem Europa in den Krieg stürzte
Was mit dem Überfall auf Polen begann, endete erst sechs Jahre später mit Millionen Toten, zerstörten Städten und zerrissenen Familien. Die Welt, die nach 1945 zurückblieb, war eine andere als die davor – politisch, gesellschaftlich und menschlich.
Antikriegstag seit 1957: „Nie wieder Krieg“
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat den 1. September 1957 zum ersten Antikriegstag erklärt. Unter dem Motto „Nie wieder Krieg“ erinnern die Gewerkschaften seither jedes Jahr an die Schrecken beider Weltkriege und werben für Frieden, Demokratie und Freiheit. Bundesweit finden an diesem Tag Gedenkveranstaltungen und Mahnwachen statt.
Frieden ist keine Selbstverständlichkeit
Ein Gedenktag wie dieser soll nicht die Woche schwer machen, sondern kurz zum Innehalten einladen. Frieden fällt nicht vom Himmel, er ist eine Entscheidung, die immer wieder neu getroffen werden muss – von Staaten, von Gesellschaften und von jedem Einzelnen im eigenen Umfeld. Zuhören, bevor man urteilt, und Brücken bauen, wo andere Mauern errichten: Das klingt groß, fängt aber meistens ganz klein an.

