Der Umsatz der Einzelhandelsunternehmen in Deutschland ist im Juli 2026 gegenüber Juni kalender- und saisonbereinigt real um 3,4 Prozent gesunken, nominal um 1,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli 2025 sank der Umsatz real um 2,5 Prozent, nominal stieg er dagegen um 0,3 Prozent.
Für Juni 2026 wurde der zunächst gemeldete Rückgang nach oben revidiert: Gegenüber Mai blieb der Umsatz real unverändert (zuvor: -0,7 Prozent), nominal sank er um 0,2 Prozent (zuvor: -1,0 Prozent).
Ende des Tankrabatts drückt auf die Bilanz
Ein wesentlicher Grund für den starken Rückgang im Juli ist das Auslaufen des im Mai und Juni geltenden Tankrabatts. Die Umsätze der Tankstellen fielen dadurch gegenüber dem Vormonat real um 9,1 Prozent und nominal um 1,9 Prozent. Da im Tankstellenumsatz auch die Verkäufe in Tankstellenshops enthalten sind, wirkt sich dieser Effekt auf die gesamte Einzelhandelsstatistik aus.
Der Lebensmitteleinzelhandel entwickelte sich mit einem realen Minus von 0,8 Prozent gegenüber dem Vormonat deutlich moderater. Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln sank der Umsatz real um 4,8 Prozent, im Internet- und Versandhandel um 5,6 Prozent.

