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Leeres Klassenzimmer mit Tischen und Stühlen, Symbolbild zu Eingliederungshilfen und Schulbegleitung

Zahl der Eingliederungshilfen für Kinder mit seelischer Behinderung binnen zehn Jahren mehr als verdoppelt

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Die Zahl der Eingliederungshilfen für Kinder, Jugendliche und junge Volljährige mit sogenannter seelischer Behinderung hat sich binnen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Im Jahr 2024 gewährten die Träger der Kinder- und Jugendhilfe gut 174.000 solcher Hilfen, 2014 waren es noch knapp 80.800, ein Plus von 115 Prozent. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit.

Schulbegleitung gewinnt an Bedeutung

Zu den Eingliederungshilfen zählen unter anderem Beratungs- und Therapieangebote sowie Kita- und Schulbegleitungen und Integrationsassistenzen. Gerade Schulbegleitungen haben nach Angaben von Destatis im Schulalltag an Bedeutung gewonnen und dürften eine Ursache für den Anstieg der gewährten Hilfen sein. Die Hilfen richten sich an junge Menschen, deren seelische Gesundheit vom für ihr Alter typischen Zustand abweicht und deren Teilhabe am Leben in der Gesellschaft dadurch beeinträchtigt oder bedroht ist.

3,5 Milliarden Euro Ausgaben, mehr Förderbedarf an Schulen

Die Ausgaben für Eingliederungshilfen für Kinder und Jugendliche mit seelischer Behinderung lagen 2024 bei 3,5 Milliarden Euro. Zugleich stieg die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit emotionalem und sozialem Förderbedarf binnen zehn Jahren um 44 Prozent. Häufigste Gründe für die Eingliederungshilfen sind laut Destatis psychische Belastungen und Entwicklungsauffälligkeiten sowie schulische oder berufliche Probleme. Die geplante Reform der Kinder- und Jugendhilfe betrifft nach Angaben des Amtes auch die Schulbegleitung dieser Kinder.

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