Bei Überprüfungen auf Glasfaserbaustellen in Münster hat der Zoll mehrere Verstöße festgestellt. Die Kontrollen ergaben Schwarzarbeit und rechtliche Probleme bei mehreren Arbeitnehmern, darunter auch offene Haftbefehle.
Kontrollen decken Schwarzarbeit auf
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Münster hat erneut mehrere Glasfaserbaustellen im Stadtgebiet überprüft. Dabei stießen die Zöllner auf einen Mann, gegen den ein offener Haftbefehl wegen Urkundenfälschung vorlag. Dieser wurde umgehend der Polizei übergeben.
Illegale Beschäftigung festgestellt
Ein weiterer gefundener Arbeiter konnte keine Aufenthaltserlaubnis vorweisen und hielt sich demnach illegal in Deutschland auf. Der Zoll leitete sowohl gegen ihn als auch gegen seinen Arbeitgeber Strafverfahren ein und übergab ihn an das zuständige Ausländeramt.
Verdacht auf Schwarzarbeit bei weiteren Bauarbeitern
Zusätzlich stellte der Zoll auf einer Baustelle fest, dass drei von insgesamt zehn Bauarbeitern nicht zur Sozialversicherung gemeldet waren. Diese Regelverletzung stellt einen Verstoß gegen die Sofortmeldepflicht dar, wonach Arbeitgeber ihre Arbeitnehmer bereits vor Arbeitsbeginn zur Sozialversicherung anmelden müssen. Gegen diese Arbeitgeber sind nun Verfahren wegen des Verdachts der Schwarzarbeit eingeleitet worden.
Verena John, Pressesprecherin des Hauptzollamts Münster, kommentierte die Kontrollen: „Leider nehmen es manche Unternehmen mit Recht und Gesetz nicht so genau. Unsere Kontrollen dienen deshalb nicht nur den Sozialkassen des Staates, sondern auch dem Schutz ehrlicher Betriebe.“ Diese Aktionen sind Teil einer kontinuierlichen Überprüfung, um die Einhaltung von Arbeits- und Sozialrecht sicherzustellen.
Im Rahmen früherer Kontrollen im März dieses Jahres wurden bereits 20 von 38 überprüften Arbeitnehmern ohne Sozialversicherungsnachweis festgestellt, während sechs illegal in Deutschland lebten. Diese Zahlen verdeutlichen die Notwendigkeit für regelmäßige Kontrollen.