Update, 11. September: Die kontrollierte Sprengung des Blindgängers ist am Abend des 10. September erfolgreich durchgeführt worden. Horst Schöwe vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg zeigte im Anschluss Überreste der Weltkriegsbombe.
Der bei Sanierungsarbeiten an der B474 in Dülmen gefundene, fünf Zentner schwere britische Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg wurde nicht entschärft, sondern kontrolliert gesprengt. Grund war ein beschädigter Langzeitzünder, der eine sichere Entschärfung unmöglich machte. Das teilte die Stadt Dülmen am Nachmittag des 10. September mit.
Sprengung frühestens um 18:45 Uhr
Die kontrollierte Sprengung wurde vorbereitet und fand frühestens um 18:45 Uhr statt. Der in etwa fünf Metern Tiefe liegende Blindgänger wurde dafür mit großen Mengen Erde abgedeckt. Ab diesem Zeitpunkt war in Teilen Dülmens ein lautes Explosionsgeräusch zu hören.
Notruf bitte nicht wählen
Die Stadt Dülmen bat die Bevölkerung ausdrücklich, beim Hören des Explosionsgeräuschs nicht den Notruf zu wählen. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe nicht bestanden. Warnung und Entwarnung erfolgten über die Warn-App NINA.
Sperrungen seit dem späten Nachmittag
Bereits seit spätestens 17 Uhr waren im Umkreis von 500 Metern um die Fundstelle zwischen Tuzostraße und Hiddingseler Straße alle Straßen gesperrt, der Bereich war evakuiert. Betroffen waren nur wenige Wohnhäuser, drei Gewerbebetriebe und ein kleiner Teil der Tower Barracks. Alle Betroffenen waren vorab über die mögliche Evakuierung informiert worden.
Umleitung über den Dernekamp
Die B474 blieb zwischen der L551 (Münsterstraße) und dem Abzweig Visbeck in beiden Richtungen gesperrt. Weil auch die Einmündung zur Hiddingseler Straße wegen der laufenden Baumaßnahme gesperrt war, führte eine großräumige Umleitung über den Dernekamp. Der Ostdamm war für den Durchgangsverkehr gesperrt, Anwohnende sowie Mitarbeitende und Kunden der Gewerbebetriebe kamen bis zur Höhe der Bahnlinie durch. Der Bahnverkehr war nicht betroffen.
Wer den Einsatz leitete
Die Sprengung führte der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg durch. Unterstützt wurde er vom städtischen Fachbereich Bürgerdienste, Sicherheit und Ordnung, dem Baubetriebshof, der Polizei, der Feuerwehr und dem THW.

