Der Deutsche Bauernverband warnt vor drastischen Kürzungen im Agrarhaushalt 2027. Präsident Joachim Rukwied fordert eine Anpassung des Budgets zur Unterstützung der Landwirtschaft.
Kritik am Entwurf des Agrarhaushalts 2027
In der ersten Lesung des Agrarhaushalts 2027 im Deutschen Bundestag hat der Deutsche Bauernverband (DBV) eindringlich auf die Notwendigkeit von Nachbesserungen hingewiesen. DBV-Präsident Joachim Rukwied bezeichnete den Haushaltsentwurf als Kürzungsplan, der den Bedürfnissen der Betriebe nicht gerecht werde. „Angesichts der Liquiditätskrise in der Landwirtschaft sind Kürzungen das falsche Signal“, erklärte Rukwied.
Konkrete Kürzungen im Fokus
Besonders kritisierte der DBV die geplanten Einschnitte beim Bundeszuschuss zur landwirtschaftlichen Unfallversicherung, der von 120 Millionen Euro auf 90 Millionen Euro sinken soll. Auch bei der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) soll der Bundesanteil um mehr als 50 Millionen Euro reduziert werden. Diese Kürzungen würden die Betriebe in ihrer Wettbewerbsfähigkeit stark beeinträchtigen.
Appell an die Politik
„Um die von Bundesminister Rainer angekündigten Stabilisierungsmaßnahmen umsetzen zu können, braucht es dringend zusätzliches Geld“, forderte Rukwied. Die Kürzungen treffen insbesondere Investitionen in die Wettbewerbsfähigkeit, die Klimaanpassung und das Tierwohl. Die wirtschaftlich prekäre Lage der Betriebe, die mit niedrigen Ernteerträgen und hohen Betriebskosten konfrontiert sind, erfordere eine verantwortungsvolle Haushaltsplanung.

