In der Sitzung des Betriebsausschusses der Gemeinde Steinfeld am 8. September 2026 wurden wichtige Pläne zur Entwässerung der Handorfer Straße diskutiert. Der Landkreis Vechta plant eine Sanierung der K274 für 2028 und präsentierte zwei Varianten zur Verbesserung des Regenwasserkanals.
Sanierung der Handorfer Straße in Steinfeld
In der letzten Sitzung des Betriebsausschusses der Gemeinde Steinfeld am 8. September 2026 wurde die zukünftige Entwässerung an der Handorfer Straße thematisiert. Der Landkreis Vechta wird voraussichtlich im Jahr 2028 die Kreisstraße K274 sanieren. Das Planungsbüro IBT stellte zwei mögliche Varianten zur Diskussion, um den gelegentlichen Rückstau von Regenwasser am Knotenpunkt „Dicker Stein“ zu reduzieren.
Die erste Variante sieht vor, den bestehenden Regenwasserkanal zu sanieren und diesen weiterhin als Überlauf zu nutzen. Zusätzlich würde ein neuer Kanal mit den üblichen Maßen durch den Landkreis Vechta gebaut werden. Alternativ könnte auch ein größerer Kanal verlegt werden, der von vornherein die erhöhten Wasserabflüsse abdecken kann. Um die beste Lösung zu finden, sollen nun die Kosten beider Varianten vom IBT ermittelt werden. Bürgermeister Sebastian Gehrold äußerte sich zu den Plänen: „Entlang der Handorfer Straße ist Steinfeld in den letzten Jahrzehnten enorm gewachsen, ohne dass das Kanalnetz mitwachsen konnte. Wir möchten die Kanalisation modernisieren, um für die gestiegenen Wasseraufkommen gerüstet zu sein.“
Erweiterung der Kläranlage
Ein weiterer Punkt auf der Agenda war die Erweiterung der Kläranlage, die Ende dieses Jahres technisch abgeschlossen sein soll. Zum ersten Quartal 2027 wird ein Vollastbetrieb angestrebt, bei dem der Klärschlamm in den neuen Faulturm eingeleitet wird. Die Betriebsleitung informierte, dass die Nachtragsangebote zur Kläranlagenerweiterung in einem prognostizierten Rahmen geblieben sind, obwohl sie in einigen Bereichen geringfügig gestiegen sind. Diese Erhöhungen resultieren vor allem aus Bauzeitverlängerungen und technischen Änderungen. Die Gemeinde hat bereits einen finanziellen Puffer im Nachtrags-haushalt 2025 eingeplant, um eventuelle Mehrkosten abzudecken.
Haushaltsentscheidungen und neue Geräte
Zusätzlich beschloss der Ausschuss die Anschaffung von zwei stationären Probenehmern für die Kläranlage. Diese werden für 18.400 Euro erworben und sind entscheidend für die zuverlässige Überwachung der Abwasserqualität. Die erforderlichen Mittel werden im Haushalt 2026 bereitgestellt. Weiterhin stimmte der Betriebsausschuss der 1. Änderung des Wirtschaftsplans 2026 zu. Das Abwasserwerk erwartet ein positives Jahresergebnis von rund 142.000 Euro, was zu einer Reduzierung der Investitionen auf etwa 1,45 Millionen Euro führt.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt zur Stettiner Straße wurde vertagt, um den zuständigen Ausschuss über verschiedene Ausbauvarianten für die Straße beraten zu lassen.

