Mit mobilen Beteiligungsständen, einem „BiciBus“ für Grundschulkinder und Gesprächsrunden in Unternehmen startet der Kreis Coesfeld einen Prozess zur Entwicklung einer Strategie für zielgruppenorientiertes Mobilitätsmanagement. Los geht es im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche mit Beteiligungsständen am Donnerstag, 17. September, beim Feierabendmarkt in Coesfeld, am Freitag, 18. September, auf den Wochenmärkten in Dülmen und Billerbeck, sowie am Samstag, 19. September, beim Stadtfest in Lüdinghausen. Wer teilnehmen möchte, kann dort direkt mit dem Kreis ins Gespräch kommen, eine begleitende Online-Befragung läuft parallel unter www.coe-mobil.de.
Ziel: selbstbestimmte Mobilität für alle Altersgruppen
Mit der geplanten Strategie will der Kreis die selbstbestimmte und selbstständige Mobilität aller Alters- und Nutzergruppen stärken, von Schulkindern über Berufspendler bis zu Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Behinderung. „Wir möchten mit der Erarbeitung der Strategie die selbstbestimmte und selbstständige Mobilität aller Alters- und Nutzergruppen fördern. Sowohl die Formulierung von strategischen Zielen als auch die Ausformulierung konkreter Handlungsansätze sind uns dabei wichtig, um mögliche Verhaltensänderungen in Fragen der individuellen Mobilität zu erleichtern oder herbeizuführen“, erläutert Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr.

BiciBus, Mobi-Lunch und Wegweiser
Bei der schulischen Mobilität setzt der Kreis auf den „BiciBus“: Ausgehend von einem festen Startpunkt sammelt die Fahrrad-Kolonne unterwegs immer mehr Schülerinnen und Schüler einer ausgewählten Grundschule ein, bis am Ende eine große Gruppe gemeinsam zur Schule radelt. Die Idee stammt ursprünglich aus Barcelona.
Für die betriebliche Mobilität sind „Mobi-Lunches“ in zwei Unternehmen der Region geplant, bei denen es um den täglichen Arbeitsweg der Beschäftigten geht. Den Anfang macht der erste Mobi-Lunch am 5. Oktober bei der Firma Parador in Coesfeld. In einer weiteren, noch nicht festgelegten Kommune können Bürgerinnen und Bürger zudem einen Wegweiser mitgestalten, der kurze Wege im Ort sichtbar macht.
Drei Workshops mit unterschiedlichen Zielgruppen ergänzen das Programm. Ihre Ergebnisse fließen zusammen mit denen der Beteiligungsformate in ein Strategiepapier sowie eine abschließende Mobilitätskonferenz im Frühjahr 2027 ein. Das Projekt läuft bis Ende Frühjahr 2027 und wird über die Bezirksregierung Münster aus Landesmitteln gefördert.

