Bei einer Grenzkontrolle in Bad Bentheim hat die Bundespolizei einen 33-jährigen Syrer festgenommen. Gegen den Mann lagen gleich drei Haftbefehle vor, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung. Er befindet sich nun in Untersuchungshaft.
Kontrolle im Zug führt zur Festnahme
Am Montagvormittag kontrollierten Beamte der Bundespolizei kurz vor 11 Uhr Reisende eines grenzüberschreitenden Zuges, der im Bahnhof Bad Bentheim hielt. Die Kontrolle fand im Rahmen der derzeit wiedereingeführten Binnengrenzkontrollen an der deutsch-niederländischen Grenze statt. Bei der Überprüfung der Personalien eines 33-jährigen Syrers stellten die Beamten fest, dass gegen ihn gleich mehrere richterliche Haftbefehle vorlagen.
Drei offene Verfahren gegen den Mann
Aus einer früheren Verurteilung wegen Diebstahls schuldete der Mann noch eine Geldstrafe von 630 Euro – alternativ hätte er eine Ersatzfreiheitsstrafe von 42 Tagen antreten müssen. In einem zweiten Fall war er wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verurteilt worden. Hier stand noch eine Geldstrafe von 4.400 Euro oder eine Ersatzfreiheitsstrafe von 110 Tagen offen. Am schwersten wog jedoch ein dritter Fall: Dem 33-Jährigen wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Das zuständige Gericht hatte deshalb Untersuchungshaft gegen ihn angeordnet.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann am Nachmittag einem Haftrichter vorgeführt. Anschließend brachten ihn die Beamten in eine Justizvollzugsanstalt.
Auch Staatsanwaltschaft suchte nach dem Mann
Wie sich zudem herausstellte, war der 33-Jährige auch bei einer weiteren Staatsanwaltschaft zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben. Hintergrund war ein Verstoß gegen das Konsumcannabisgesetz. Die Bundespolizei konnte somit gleich mehrere offene Verfahren im Zuge einer einzigen Kontrolle klären.

