Am 14. September wurde in Nottuln Richtfest für das Regionale Trainingszentrum Münsterland gefeiert. Der Neubau soll künftig realitätsnahes Training für Polizeikräfte aus Münster, Hamm sowie den Kreisen Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf ermöglichen.
Neubau bietet Platz für komplexe Einsatzszenarien
Auf einem rund 33.000 Quadratmeter großen Grundstück an der Autobahn 43 bei Nottuln entsteht das Regionale Trainingszentrum Münsterland (RTZ Münsterland). Fünf Trainingsgebäude mit insgesamt etwa 10.000 Quadratmetern Fläche sollen künftig rund 3.000 Polizistinnen und Polizisten aus Münster, Hamm sowie den Kreisen Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf für ihren Einsatzalltag vorbereiten. Geplant sind unter anderem eine Raumschießanlage mit mehreren Bahnen unterschiedlicher Länge, ein Trainingshaus mit befahrbarer Halle und Ringstraße sowie eine Halle für Amoklagen und besondere Einsatzsituationen. Damit lassen sich sowohl alltägliche Einsätze als auch gefährliche Extremsituationen praxisnah üben.
NRW-Innenminister Herbert Reul betonte beim Richtfest die Bedeutung des Projekts: Training sei entscheidend für einen sicheren Einsatz. Das Zentrum solle Polizistinnen und Polizisten in die Lage versetzen, in kritischen Momenten schnell und zuverlässig zu handeln. Bereits bei der Grundsteinlegung im März hatte Reul das Vorhaben als wichtigen Baustein für die Sicherheit der Einsatzkräfte im Münsterland bezeichnet.
Von der Vertragsunterzeichnung bis zum Rohbau
Der Mietvertrag für das RTZ Münsterland wurde bereits im Januar 2024 unterschrieben. Nach Erteilung der Baugenehmigung im September 2025 begannen die Bauarbeiten, im März 2026 folgte die Grundsteinlegung als Startpunkt der Hochbauphase. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme sind nach aktuellem Planungsstand für den Sommer 2027 vorgesehen.
Der Baufortschritt ist inzwischen deutlich sichtbar: Im Tiefbau wurden Kanalleitungen, Schächte und Leerrohre verlegt, zudem entstanden Stellplätze, Gehwege und die Unterbauten für die künftige Straßenführung. Auch im Rohbau sind die wesentlichen Arbeiten weitgehend abgeschlossen. Bei der Dach- und Gebäudehülle wurden die Abdichtungsarbeiten fertiggestellt sowie Rauch- und Wärmeabzugsanlagen eingebaut. Parallel laufen die Arbeiten an der technischen Gebäudeausrüstung – im Gebäudeteil TS unter anderem in den Bereichen Heizung, Lüftung, Sanitär, Klima und Elektrotechnik.
Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor
Dr. Heiner Arnoldi, Vorstandsmitglied der Volksbank BRAWO, hob beim Richtfest die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten hervor. Ein Richtfest markiere den Moment, in dem aus Plänen und Modellen ein sichtbares Gebäude werde. Der bisherige Baufortschritt zeige, was möglich sei, wenn Bauherr, Planung, Projektsteuerung, ausführende Unternehmen und Nutzer eng zusammenarbeiten. Mit dem RTZ Münsterland entstehe eine moderne und langfristig leistungsfähige Infrastruktur für die Polizei in der Region.
Für Rückfragen steht die Pressestelle der Polizei Münster zur Verfügung.

