Die Polizeidirektion Osnabrück beteiligt sich an den europaweiten „ROADPOL Safety Days“. Bis zum 22. September 2026 kontrollieren Beamte gezielt die Sicherheit von Fußgängern im Straßenverkehr. Hintergrund ist die besondere Gefährdung dieser Verkehrsteilnehmergruppe.
Aktionswoche mit Fokus auf Fußgänger
Seit heute läuft im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Osnabrück die europaweite Verkehrssicherheitskampagne „ROADPOL Safety Days“. Bis zum 22. September 2026 richten die eingesetzten Beamten ihr Augenmerk besonders auf den Schutz von Fußgängern, die zu den verletzlichsten Verkehrsteilnehmern zählen. Während der Aktionswoche führen die Polizisten verstärkt Kontrollen durch, ahnden Verstöße und sprechen Verkehrsteilnehmer direkt an. Im Mittelpunkt stehen dabei Geschwindigkeit, Aufmerksamkeit, gegenseitige Rücksichtnahme und sichere Querungsmöglichkeiten. Zudem weisen die Beamten auf konkrete Gefahrenstellen und typisches Fehlverhalten im Straßenverkehr hin.
Unfallzahlen: Weniger Tote, weniger Schwerverletzte
Die Statistik der Polizeidirektion Osnabrück zeigt eine positive Entwicklung. Im vergangenen Jahr registrierten die Behörden 31.146 Verkehrsunfälle – ein Wert, der etwa dem Vorjahresniveau entspricht. Deutlich gesunken ist dagegen die Zahl der tödlichen Unfälle: Sie fiel auf 65 Fälle mit insgesamt 70 Todesopfern, nachdem im Jahr zuvor noch 85 Unfälle mit 91 Toten verzeichnet worden waren. Auch bei den Schwerverletzten zeigt sich ein Rückgang. Mit 1.068 schwer verletzten Personen wurde der niedrigste Wert der vergangenen zehn Jahre erreicht.
Appell an alle Verkehrsteilnehmer
Die Polizei richtet konkrete Handlungsempfehlungen an alle Gruppen im Straßenverkehr. Fußgänger sollten, wo immer möglich, vorhandene Querungshilfen wie Ampeln oder Zebrastreifen nutzen. Autofahrer sind aufgefordert, besonders an Fußgängerüberwegen, Kreuzungen, Schulen, Bushaltestellen und in Wohngebieten aufmerksam und angepasst zu fahren. Auch Rad- und E-Scooter-Fahrer stehen in der Pflicht: Sie sollen Rücksicht auf Fußgänger nehmen und die geltenden Verkehrsregeln einhalten. Ein zentraler Appell gilt allen Verkehrsteilnehmern gleichermaßen: Ablenkungen durch Smartphone, Kopfhörer oder andere Geräte sollten während der Teilnahme am Straßenverkehr vermieden werden, um das Verkehrsgeschehen jederzeit im Blick zu behalten.
Die „ROADPOL Safety Days“ sind Teil eines europäischen Netzwerks staatlicher Verkehrspolizeikräfte, das die Zahl der Verkehrsunfallopfer auf europäischen Straßen senken will. Über das Jahr verteilt koordiniert ROADPOL verschiedene Schwerpunktkontrollen in den teilnehmenden Ländern, um die Einhaltung von Verkehrsvorschriften durchzusetzen. Weitere Informationen zur Organisation finden sich unter www.roadpol.eu.

